Orte in Bonn-Castell

Didincirica

Didincirica

Bis heute nimmt an Karnevalsumzügen das „Traditionstrompeterkorps Husarenregiment König Wilhelm I. (1. Rheinisches) Nr. 7, die Bonner Königshusaren - Lehm-op“ aus Remagen teil.

Die Königshusaren waren berittene Regimenter des preußischen Königs und wurden vorwiegend aus adligen Familien rekrutiert. Nach Kasernen in der Welschnonnenstraße und am Sterntor bezog ein Teil des Königshusaren Regimentes Nr. 7 1883 die erste Kaserne in Bonn-Nord. Sie lag an der Drususstraße auf dem Gelände der Loë-Kaserne, so benannt nach dem damaligen Kommandeur Oberst von Loë.

Die Loë-Kaserne wurde 1969 abgerissen mit dem Plan, Wohn- und Geschäftshäusern Platz zu machen. Auf ihrem damaligen Gelände befindet sich heute die Wohnanlage Didincirica zwischen Graurheindorfer- und Drususstraße. Bei den Bauarbeiten wurden 1978 Fundamente verschiedener Bauten der Dietkirche und Reste des Römerlagers freigelegt. Anläßlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt Bonn im Jahr 1989 wurde im Innenhof der Wohnanlage Didincirica ein Bronzemodell des Römerlagers aufgestellt.

Ruthild Stein, in: Bonn-Nord - Die Wiege Bonns. Bonn 1997, S. 33f.

Artikel kommentieren