Straßen in Bonn-Castell

Husarenstraße

Husarenstraße
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie

Die Husarenstraße verläuft von der Graurheindorfer Straße in östlicher Richtung bis hin zur Römerstraße. Benannt ist sie nach der ehemaligen Husarenkaserne für das „Rheinische Husaren-Regiment König Wilhelm I.“ an der Graurheindorfer Straße, welches vorher in der Welschnonnenkaserne, dann in der Sternkaserne und danach bis zur Fertigstellung in der Loékaserne einquartiert war. Im Volksmund hießen die Husaren die „Lehm ops“.

Auf der Südseite, Ecke Graurheindorfer Straße, befand sich bis Ende der 70er Jahre das Restaurant „Husareneck“, „de Hardter Pitter“, ein schöner Altbau aus der Gründerzeit, der leider abgerissen wurde. Heute steht dort eine Apotheke. In der Nr. 28 befand sich das Zollamt. Nach dessen Verlegung wurde der alte Backsteinbau von Bundesbehörden genutzt. In dem anschließenden ehemaligen Ministerium befindet sich heute das Statistische Bundesamt.

Das Kasernengelände erstreckte sich bis zum heutigen Gallierweg. Nach 1945 befanden sich Werkstätten und Lager in den Gebäuden, die Mitte der 60er abgerissen wurden, um Platz für weitere Ausdehnungen der Ministerien zu schaffen. An der Nordseite der Husarenstraße war die Bundes-Hauptkasse bis zu deren Verlegung in die Paulstraße. Die Wohnhäuser Nrummer 9 - 13, wie auch die um die Ecke an der Römerstraße, wurden in den 20er Jahren für französische Besatzungsfamilien gebaut und sind heute im Besitz der Bundesvermögensstelle.

Katharina Laaß, Rund ums Castell Nr. 21

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