Danzig - Krakau: 1.500 km durch Polen

Elbing - Frauenburg

Etappe 3: 38,29 km

Green Velo Hinweis
Green Velo Hinweis

Nach einem ordentlichen Frühstück brachen wir in Richtung Frauenburg (Frombork) auf, der Kopernikus-Stadt in Ermland-Masuren.

Einige unnötige Schlenker später hatten wir den Track endlich gefunden und fuhren zunächst einige Kilometer auf einem sehr gut ausgebauten Radweg an eher scheu8lichen Hochhausvierteln vorbei, die wir gestern schon von weitem erblickt hatten. Unversehens hörten Stra8e und Radweg auf, und der Track führte uns eine kurze Strecke über einen Trampelpfad weiter, bis wir wieder einen Radweg erreichten. Google Map interpretiert wohl alles, was irgendwie passierbar erscheint, als Radweg.

Da müssen wir, wenn wir nächstes Jahr das Baltikum durchradeln wollen, mehr Handarbeit anlegen, also die Wege mit anderen Radkarten, z.B. der Velomap kontrollieren.

Links nach Frauenburg
Links nach Frauenburg

Durch dichten Wald gelangten wir zu einem Parkweg, der als Green Velo-Radweg etikettiert war und dessen Hinweisschilder, Abschnitte und Rastplätze uns bis Zamość immer wieder begegneten, mit ausgezeichnetem Belag.

Leider war die Freude von kurzer Dauer, wir mussten eine andere Richtung einschlagen. An mit Seerosen bedeckten Seen vorbei ging es auf nun von Löchern übersäten Wegen weiter, die später teils schottrig, teils feldwegartig waren.

Dörfer waren selten, gastronomische Angebote Fehlanzeige. Als uns die erste blau-gelbe Müllkombo, das Symbol der europäischen Einigung, begegnete, war Frauenburg nicht mehr weit. Auf dem Marktplatz mit Kopernikus als lässig sitzendem Nachbarn gelang es uns zunächst, die gebuchte Unterkunft zu übersehen, die sich in Sichtweite befand. Als wir einchecken wollten, berichtete man auf Englisch von einem Schaden und schickte uns zum Hotel Kopernik, das bereits benachrichtigt worden sei. Gleicher Preis, gleicher Standard.

Nachmittags besichtigten wir die Domburg und den Dom, in dem der nicht nur hier allgegenwärtige Kopernikus Domherr gewesen war, den kleinen Hafen, ein mindestens dreistöckiges Storchennest und ließen den Tag mit einem Essen, Piroģi und Schweinenacken bei einem Trebbiano, ausklingen. Ein Softeis und der Blick auf die Frische Nehrung durften nicht fehlen. Kempowskis „Alles umsonst“ fiel ein, in dem das zugefrorene Frische Haff und die Nehrung den Schauplatz des Flüchtlingsdramas 1944/45 bilden.

Einen viereckigen Wasserturm wie in Frauenburg hatten wir auch noch nicht so oft gesehen.

Übernachtung

  • Hotel Kopernik
    60,00 EUR mit Frühstück

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