Danzig - Krakau: 1.500 km durch Polen

Frauenburg - Morag

Etappe 4: 69,96 km

Begegnung in Frauenburg
Begegnung in Frauenburg

Das üppige Frühstücksbuffet überwältigte uns fast. So muss es sein! Kurz vor der Abfahrt begegnete uns ein Engländer aus York, unterwegs mit dem Rad nach Königsberg. Er kenne jemanden aus Bonn, erklärte er. Ob es sich wohl um C.-C. Schweitzer handele? Ja, in der Tat, er meinte Carl-Christoph Schweitzer, meinen lieben Doktorvater. Die Welt ist klein, oder „say, say“, wie sich der Mann aus York wunderte. Wir plauderten noch eine Weile, bis wir uns voneinander verabschiedeten. Zu Hause angekommen mussten wir leider erfahren, dass CC, der Gründer der Aktion Gemeinsinn, in vor kurzem hohem Alter verstorben war. RIP.

Eine schöne Abfahrt führte uns auf jene durchwachsene Piste, die uns gestern hierher geführt hatte. Dann wurde es schlimmer: ein Haufen aus Ton, Steinen, Scherben, drei riesige Matschlöcher und schließlich ein Brennnesseldickicht, welches nicht passierbar war und auch nicht umfahren werden konnte. Mit Google Maps fanden wir eine andere Route und erreichten eine just im Moment geteerte Fahrbahn.

Davon einmal abgesehen waren die Wege oft nur mühsam befahrbar. Nach der Essenspause kamen wir in einen dichten Wald, und auch hier mussten wir umkehren: zu viel Matsch auf dem durch Schilder ausgewiesenen Radweg. Wieder kamen Tablet und Google zum Einsatz, und wir fanden eine Straße, die nur 14 km Distanz bis zu unserem Etappenziel Mohrungen (Morąg) am Ostrand der Eylauer Seenplatte versprach.

Das Gröbste war überstanden, auch wenn die Beläge alles andere als annehmbar blieben. Da mussten wir höllisch aufpassen, nicht in eines der Löcher zu fahren. Kurz vor 16 Uhr waren wir im Hotel Irina. Übrigens, Masuren soll flach sein? Hier jedenfalls nicht, das Umland ist vor allem hügelig. Knapp 500 Meter Aufstieg hatten wir hinter uns. Kein Rekord, muss man aber auch erst einmal hinauf.

Wir kurvten nach dem Frischmachen noch im Ort herum. Außer einem schönen Rathaus gab es wenig zu sehen. Abends aßen wir im Restaurant am Park, dem einzigen, das wir gefunden hatten, Burger und Frytki – unser Polnisch wurde immer besser - und kehrten danach ins etwas überdimensioniert erscheinende Hotel Irina zurück. Die Räder konnten wir in einer Garage im Hotel unterstellen.

Übernachtung

  • Hotel Irena
    31,00 EUR mit Frühstück

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