Danzig - Krakau: 1.500 km durch Polen

Okuninka - Chelm

Etappe 17: 62,47 km

Im Ausgeh-Outfit
Im Ausgeh-Outfit

Nach dem leidlichen Frühstück machten wir uns auf den Weg. Ohne ausreichendes Frühstück, so hatten wir feststellen müssen, ist der Tagesrhythmus beeinträchtigt. So war es auch heute, und dazu kam, dass die Verpflegungsmöglichkeiten zwischendurch, nicht nur heute, im östlichen Polen außerordentlich dünn gesät waren. Running Gag - im nächsten Ort trinken wir einen Kaffee. Orte gab es, aber Cafés nie!

Wir fuhren durch den Landschaftsschutzpark Sobibór, in dem sich  ein Vernichtungslager befunden hatte. Durch den tiefen Wald führte eine gut befahrbare Straße,  es war sehr still und es gab kaum Verkehr.

Das änderte sich im Tagesverlauf. Die Etappe war wieder anstrengend: Hitze, Gegenwind und Straßenbeläge machten uns zu schaffen.

Basilikahügel in Chelm
Basilikahügel in Chelm

Auch Chełm begegnete uns zunächst als Ort, der nicht zum Besuch einlud. Ganz schlechte Straßen und Radwege, keine Hinweise, dichter Verkehr, in dem man sich zurechtfinden musste. Das kannten wir so gar nicht von polnischen Städten.

Wo blieb unser Humor? Da konnte Chełm allerdings helfen:

Im jüdischen Humor ist die Stadt und ihre Einwohner, über die viele Geschichten erzählt werden, ein Sinnbild der Dummheit, vergleichbar mit den Schildbürgern … Diese Überlieferung liegt dem deutschen Zeichentrickfilm Die Schelme von Schelm aus dem Jahr 1995 zugrunde. (Wikipedia)

Das kleine Zentrum der hügeligen Stadt - der Stadtname bedeutet „Hügel” - wirkte habsburgisch mit den gelblichen Bürgerhäusern. Wir fuhren spätnachmittags zum Basilikahügel hoch - Kopfsteinpflaster allenthalben - und vom Hügel wieder abwärts zum Marktplatz, an dem wir in der Pizzeria da Grosso griechischen Salat und diesmal Pizza Mafioso aßen, angemessen scharf. Zum Schluss: Wir konstatierten die bisher höchste Softeisdichte.

Übernachtung

  • Hotel Kozak
    42,00 EUR mit Frühstück

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