Von Wien ins Donaudelta auf dem EV 6 (2012)

Hârșova - Măcin (Tag 26)

08.08.2012: 95,37 km

Die Temperatur war so hoch wie an den vergangenen Tagen, um die 40 Grad und mehr. Wir hatten sehr starken Gegenwind, als wir durch eine schöne steppige und hügelige Landschaft fuhren. Wir passierten fast ausschließlich Romadörfer und mussten einmal fast zum Pfefferspray greifen, als uns in der Nähe eines Schrottplatzes ein großer Hund nachlief. Er ließ von uns ab, als wir den Fuß hoben, wie um ihn zu treten. Auch Hubert, den wir häufig trafen, berichtete von diesem Hund. Hubert, ein drahtiger Sechziger, war noch länger unterwegs als wir. Er hatte den Eurovelo 6 in Nantes begonnen und wollte ihn bis zum Ende fahren.

In den ärmlichen Dörfern sahen wir immer mal wieder neben baufälligen Häusern Prachtbauten, vor denen häufig italienische Autos standen, also rumänische Gastarbeiter aus Italien? In einem Dorf wurden gerade Hülsenfrüchte gedroschen, indem Männer Pferdegespanne über die auf der Straße liegenden Früchte jagten und die Frauen und Kinder das Verwertbare einsammelten. Solche Gehöfte, wie wir sie hier sahen, gibt es im mittleren Europa seit Jahrzehnten nicht mehr. Es gibt noch sehr viel zu entwickeln in Rumänien, die Lebensbedingungen sind auf dem Lande sicher sehr, sehr schwer.

Abends trafen wir Hubert in unserer Pension. Wir aßen und tranken zusammen und teilten die Ansicht, dass im Vergleich zu Bulgarien die rumänischen Dörfer eher zur Vorsicht gemahnten.

Übernachtung

  • Pension Tourist
  • 25 Euro mit Frühstück

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