Von Wien ins Donaudelta auf dem EV 6 (2012)

Kladovo - Negotin (Tag 15)

28.07.2012: 85,22 km

Ein sonniger Sommermorgen. ín Kladovo war Markt und wir hörten auf einmal „Wo kommt's denn her?“. So kamen wir ins Gespräch mit einem österreichischen Lehrer, der sich im Sabbatical befand und über Griechenland nach Istanbul wollte.

Reste der Trajanbrücke

Wir tauschten unsere Erfahrungen aus und besichtigten die Reste der Trajanbrücke, die einst Serbien und Rumänien verband. Wie so viele Baudenkmäler wurde auch dieses Vorhaben aus dem großen Füllhorn der EU finanziert.

Schade nur, dass es die Infotafeln allein in serbischer Sprache gab.

So blieb unser Aufenthalt kurz und wir fuhren weiter, hinter uns nicht nur die Brückenreste, sondern auch metallene Türme, die die Grenze zu Rumänien überwachten.

Heute fuhren wir zumeist auf schlechten Straßen und Wegen, immer wieder vorbei an Häusern, deren Zäune so prächtig weiß und mit Löwenfiguren geschmückt waren, dass sich die lokalen Baumärkte riesig freuen mussten. Vor vielen Häusern parkten Autos mit österreichsichen Kennzeichen: offenbar lebten hier Serben, die in Österreich arbeiteten und nur zum Urlaub in die Heimat zurückkehrten.

In Negotin hatten wir ein Appartement in einem Wohnviertel. Wir erfrischten uns mit einem Bad im Pool und kamen mit den Besitzern ins Gespräch, die hauptberuflich in Österreich arbeiteten. Die Villa wurde von den Eltern verwaltet. Die Besitzer klagten vehement über die Arbeitsmentalität ihrer Angestellten: hohe Fehlzeiten, unzuverlässig, typisch für diese Region. Das klang vertraut mitteleuropäisch. Abends fuhren wir in die nette Altstadt Negotins, in der geschäftiges Treiben herrschte. Die Wirtin mochte uns nichts zu essen bringen. Erst als ein weiterer österreichischer Serbe, der hier wohl Stammgast war, sich einschaltete, bekamen wir etwas zu essen, und zwar reichlich. Wie so oft Tomatensalat und gegrilltes Huhn.

Übernachtung

  • Villa Delux
  • 48 Euro ohne Frühstück

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