Von Wien ins Donaudelta auf dem EV 6 (2012)

Zagrazhden - Svishtov (Tag 19)

01.08.2012: 100,75 km

Frühmorgens war niemand im Hause. So beschlossen wir, im Dorf zu frühstücken. Das Motel hatten wir schon gestern bezahlt. Im Dorf sahen wir, wie oft in Bulgarien, einige Frauen, die die Grasflächen von Abfall und Laub befreiten. Im einzigen Alimentare/Einraumkaufhaus, wo bereits das halbe Dorf versammelt war, gab es einen Kaffeeausschank, und dort trafen wir dann unsere Hausherrin, die das Frühstück für uns einkaufte. Nach gegenseitigen Entschuldigungen wegen des Missverständnisses und einem gemeinsamen Kaffee machten wir uns dann auf die Reise.

In Nikopol aßen wir in einem Café an der Donau eine leckere Suppe. Danach ging es mal wieder hoch hinauf. Heftige Steigungen folgten, von denen auch die Huber-Radkarte nichts zu wissen schien. Wir hatten ein gutes Pensum geleistet, als wir in Svishtov, von den Römern erbaut und südlichster Punkt der Donau ankamen und dann wieder einen Berg hinauf mussten, um das Hotel zu finden. Nur leider war das Hotel nicht dort, und es gab niemanden, der es kannte.

Was macht der Mitteleuropäer, wenn er nicht mehr weiter weiß? Er hält einen Polizeiwagen an und bittet um Hilfe. Die freundlichen Polizisten kannten das Hotel zwar, wollten uns aber in einer Pension eines Schwagers unterbringen. So fuhren wir denn im Konvoi, die Polizisten im Auto vorne, wir mit den Rädern dahinter, durch Svishtov zur Pension. Dort angekommen war allerdings niemand an Ort und Stelle. Der eine Polizist schimpfte gewaltig mit seinem Schwager, und schließlich gelang es uns, die Polizisten davon zu überzeugen, uns ins gebuchte Hotel zu leiten. Nach einigem Hin und Her standen wir vor dem Hotel inmitten einer arg versteckten Straße! Das hätten wir nie und nimmer gefunden. Wir bedankten uns herzlich bei den freundlichen Polizisten und checkten ein.

Utes Vorderreifen hatte Luft verloren. Bei genauerer Prüfung entdeckten wir einen Dorn im Mantel. Auf unserer Kreuzfahrt im Konvoi hatten wir unweit des Hotels einen Fahrradladen entdeckt. Zu dem fuhren wir, und dort wurde für 5 Lev, der Schlauch gewechselt. Glück gehabt!

Das feierten wir mit dem üblichen Essen, Tomatensalat und Grillfleisch. Andere Optionen gab es so gut wie gar nicht.

Übernachtung

  • Hotel PriPona
  • 17 Euro ohne Frühstück

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