Durch Südosteuropa auf dem Eurovelo 8

Farsala - Larisa (Tag 31)

04.08.2014: 46,77 km

Beata und Pjotr waren schon abgereist. Sie starteten immer um 6 Uhr, um die Mittagshitze zu vermeiden. Wir hatten uns recht gut an die hohen Temperaturen gewöhnt, aber wir waren ja auch länger unterwegs.

In Larisa
In Larisa

Das Frühstück war schlecht, zäher Joghurt, dünner Orangensaft, kalte Eier, Pappbrot, keine Butter, kein Personal. Bei der Ausfahrt aus Farsala kamen wir wieder mal an einer Riesenmüllhalde vorbei, direkt daneben gab es eine Roma-Siedlung. Die Hütten wurden wohl als Unterkunft für Landarbeiter genutzt. Die Unterkünfte für die Obstbetriebe im heimischen Vorgebirge bei Bornheim, in denen viele Landarbeiter aus Osteuropa im Sommer leben, sehen übrigens nur unwesentlich besser aus. Sie liegen allerdings nicht neben einer Müllhalde.

Warum nur sammelt in Griechenland niemand den Plastikmüll ein? In Kroatien und Albanien ist das ein Geschäft. Wir hatten schon oft Menschen mit Plastikmüllsäcken gesehen, die ihre Sammlungen in Supermärkten abgaben und Geld dafür erhielten.

Abgeerntete Kornfelder, so weit man blicken konnte - kaum ein Baum, keine Tiere. Leblos. Wer bewirtschaftet das? Von Höfen entdeckten wir keine Spur.

Larisa empfing uns mit Baumärkten, Autowerkstätten, den üblichen Vorstadtsiedlungen. Etwas war auf der Fahrt überraschend gewesen! Auf den gesamten 50 km hupten nur drei Fahrzeuge, deren Fahrer dann freundlich winkten. Diese Ruhe kannten wir kaum mehr.

Das Hotel Achillion war problemlos zu finden. Wir hatten ein Zimmer in der fünften Etage mit gutem Ausblick auf Stadt und Umgebung. Der Olymp war leider wolkenverhangen. Wir aßen in einer kleinen Taverne in der Fußgängerzone. Der Chef spendierte uns ein viertes Mythos-Bier, nach dem wir unbedingt einen Mittagsschlaf halten mussten.

Am Bahnhof kauften wir Karten für den Zug nach Katerini (zusammen 15 Euro), denn wir hatten uns entschlossen, nicht die Route über den Olymp an die Ägäis zu radeln. Der hilfreiche Hotelrezeptionist, mit dem wir uns über unsere Tour unterhielten, gab uns recht. Es gebe nur eine schmale Straße durch ein enges Tal, das zum Fahhradfahren nicht so gut geeignet sei, meinte er.

Auf unserer Rundfahrt durch die Stadt schauten wir uns natürlich die beiden antiken Theater an. Larisa ist eine unglaublich belebte, pulsierende und agile Stadt. Es gibt Unmengen von Cafés an richtig schönen Plätzen. Spätabens aßen wir auf einem kleinen Platz in einem makedonischen Restaurant, in dem außer uns nur Einheimische saßen, die recht flexibel die Tische einfach dorthin verschoben, wo es ihnen passte.

Übernachtung

  • Hotel Achillion
  • 44 Euro mit Frühstück
    mitten im Zentrum, alles o.k.

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