Durch Südosteuropa auf dem Eurovelo 8

Korinou - Thessaloniki (Tag 34)

07.08.2014: 98,70 km

Die ganze Nacht hatte es gewittert und Zeus seine Blitze geschleudert.

Um 8 Uhr war es absolut still, wir frühstückten allein im Saal und fuhren gegen 9 Uhr los. Die Straßen waren noch leer, und der Track leitete uns auf eine parallel zur Autobahn gelegene Landstraße. Es ging hoch und runter wie auf einer Achterbahn durch ein landwirtschaftlich geprägtes Gebiet mit zahlreichen Kiwi-Feldern. Erst als der Weg zu einem Feldweg wurde, wechselten wir 100 m weiter auf die Nationalstraße, nach wie vor dem Track folgend.

Stabile Brücke
Stabile Brücke

Es blieb unangestrengt hügelig bis in eine Ebene, in der es wegen eines Autobahnkreuzes schwierig war, den richtigen Weg zu finden. Sozusagen im Schatten der Autobahn kamen wir dann Thessaloniki immer näher. Einige Schotterwege, eine vergammelte Holzbrücke, schmale Straßen mit viel lokalem Verkehr. Abenteuerlich, vor allem kurz vor Thessaloniki. Wir hatten durchweg Nebenstraßen auf unserer Route, der Verkehr wurde immer weniger und hörte auf, wir waren allein auf den Wegen.

Eine Brückendurchfahrt auf schmalem Randstreifen, weil die Durchfahrt unter Wasser stand, an Müllhalden vorbei, aber wir blieben auf Kurs. Der Verkehr nahm wieder zu, vor allem Lastwagen, die zum Zollhafen fuhren. Durch diesen durften wir nicht, die beiden Wärter ließen sich nicht bewegen, uns passieren zu lassen. Das kostete einige Kilometer Umweg und viel Staub, den die daherbrausenden Lastwagen aufwirbelten.

Trotz des Umweges fanden wir das Hotel Egnatia schnell und kreuzten eine Stunde später durch das Zentrum: Forum, Markthallen, Weißer Turm mit dem Alexander-Denkmal - schön hier.

In einem kleinen Restaurant mit Blick auf die Bucht nahmen wir bei kräftigem Wind Abschied von der Ägäis. Die Seepromenade hat übrigens einen Fahrradweg, der stark frequentiert wird.

Aristoteles-Platz
Aristoteles in Thessaloniki

In einer Seitenstraße nahmen wir noch noch einen Abendtrunk in einem kleinen Schnellimbiss und kamen ins Gespräch mit einem gebürtigen Griechen, der in Ravensburg lebt und arbeitet, genau, bei den Spielen, und nun bei seinen Verwandten Urlaub machte.

Übernachtung

  • Egnatia Hotel
  • 45 Euro mit Frühstück
    sehr gute Lage nahe der Altstadt, freundliches Personal, gutes Frühstück, Fahrradunterbringung in externer bewachter Garage kostet 6 Euro

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