Durch Südosteuropa auf dem Eurovelo 8

Kjustendil - Sofia (Tag 41)

Wieder einmal auf dem Weg nach oben
Wieder einmal auf dem Weg nach oben

14.08.2014: 86,62 km

Die Uhr war wieder eine Stunde vorgestellt worden. Wir frühstückten im erlesenen Speisesaal des Kurhotels sehr früh um 8 Uhr, dennoch fast als letzte. Hier beginnt man den Tag früh. Der Appetit fehlte ein wenig, vielleicht weil es der letzte Tourtag war oder weil wir uns nach einem gehaltvolleren Frühstück sehnten?

Den ganzen Tag über fuhren wir auf der E871. Zu Beginn ging es mal wieder hoch hinaus, kräftige Anstiege auf etwa 960 m, ja Bulgarien ist Bergland. An einer Stelle stand ùberraschenderweise 12%, genau diese Stelle kam uns allerdings viel flacher vor, da waren wir anderes gewohnt. Auf jeden Fall war es gut, dass wir genügend kaltes Wasser mitführten. Auf einem Hochplateau ging es hinab, wieder hinauf, immer zwischen 600 und 800 m, inmitten schöner Wälder und Wiesen. Nach einer Cola-Kaffee-Pause ging es bis Radomir stetig bergab, links und rechts sah man nun die Sonnenblumen- und Maisfelder.

An einem Stand auf einem Parkplatz aßen wir Fritten, danach ging es bis Pernik weiter. Die Straße war nun zweispurig, die Autos schossen an uns vorbei. Aufpassen musste man immer auf den Randstreifen, nicht nur, weil ab und an dort Autos parkten, sondern weil den Kanalschächten bisweilen die Abdeckung fehlte.

Nach Pernik kamen wir auf den südlichen Ring gen Sofia, und nach einem kurzen Anstieg ging es kontinuerlich bergab, teilweise auf sehr schlechten Straßen. Man wurde gerüttelt und geschüttelt. Einige Kilometer in Sofia legten wir auf einem Fahrradweg zurück, der uns zum Glück davor bewahrte, auf dem Kopfsteinpflaster fahren zu müssen. Dass Fahradfahren gefährlich ist, erlebten wir hautnah, als ein Radler, der bei Grün die Straße überquerte, von einem Autofahrer angefahren und auf die Windschutzscheibe katapultiert wurde.

Bei Kaufland kauften wir Abdeckplane und Klebeband, um die Räder für den bevorstehenden Flug einzupacken. Mithilfe des Handys und eines Standplans aus dem "falschen" Best Western Hotel fanden wir schließlich nach insgesamt rund 2700 km unser letztes Hotel, das Best Western Plus City Hotel.

Alexander-Newski-Kathedrale
Alexander-Newski-Kathedrale

Nachdem wir den ersten Schock über den Bauzustand der Vororte überwunden hatten, gingen wir ins nahe Taj Mahal, um erstmals auf der Tour indisch zu essen.

Noch ein kleiner Rundgang zu den goldenen Kuppeln von Sofia, der Alexander-Newski-Kathedrale, dann fielen wir ins Bett.

Übernachtung

  • Best Western Plus City Hotel
  • 192 Euro (3 Übernachungen)
    modernes neues Hotel, freundliches und hilfsbereites Personal, gute Lage, ausgezeichnetes Frühstück, jederzeit wieder

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