Durch Südosteuropa auf dem Eurovelo 8

Levadia - Amfiklia (Tag 28)

Löwe von Cheronia
Löwe von Cheronia

01.08.2014: 48,35 km

Wir zelebrierten ein einsames, aber bombastisches Frühstück in einem riesigen, vornehm eingerichteten Saal: vier Scheiben Brot, zwei Eier, Zwieback und andere Nichtigkeiten.

Ob wir im richtigen Hotel ein besseres Frühstück erhalten hätten? Jedenfalls beschlossen wir, wenn wir Google Maps je wieder für die Hotelsuche verwenden würden, nicht nur den Hotelnamen, sondern auch die Straße anzugeben, um die Fehlerquote zu verringern.

Es herrschte kein Gegenwind, aber es war schwül. Die weite, vornehmlich landwirtschaftlich genutzte Ebene war eingefasst von mächtigen Felsen auf der linken und verdorrten Hügeln auf der rechten Seite. In Cheronia bewunderten wir einen sechs Meter großen steinernen Löwen auf einem drei Meter hohen Sockel. Der sitzende Löwe wacht vor der Grabstätte der gefallenen Thebaner, die, mit anderen griechischen Städten verbündet, 338 v. Chr. dem makedonischen König Philipp II. in der Schlacht von Chaironeia unterlegen waren. Aus vorhandenen Bruchstücken war das Standbild 1902 nahezu vollständig wiederhergestellt worden.

Vor Amfiklia
Vor Amfiklia

Nachdem wir uns in einem Lokal erfrischt hatten, radelten wir weiter. Ausgerechnet die letzten zwei Kilometer ging es auf schlechten Straßen bergauf, die Lkws im Nacken und zu wenig im Magen - das Frühstück war bei weitem nicht ausreichend gewesen und außer einigen Bananen hatten wir zwischendurch nichts gegessen. Wir erreichten ziemlich erschöpft das Hotel Leonidas, wo die Dame des Hauses uns als möglicherweise erste booking.com-Gäste der Hotelgeschichte freundlich begrüßte.

Nach Tourrevision und Hotelbuchungen, das Wifi funktionierte, aßen wir im Mountain Beer House eine Riesenpizza, schauten den Freitagabendflaneuren zu, tranken Amstel und bewirteten eine kleine Katze.

Übernachtung

  • Leonidas Hotel
  • 60 Euro mit Frühstück
    viel zu teuer

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