Durch Südosteuropa auf dem Eurovelo 8

Rijeka - Supetarska Draga (Tag 1)

In Supetarska Draga
In Supetarska Draga

05.07.2014: 11,46 km

Der Tag begann in Bonn um 9 Uhr, als uns ein Großraumtransporter mit ukrainischem Fahrer, der großes Verständnis für das russische Vorgehen auf der Krim zeigte, zum Flughafen in Köln-Bonn brachte. Unsere Räder hatten wir mit einer stabilen Transportverpackung (Stülpkarton, Second Hand vom Fahrradladen - gibt es auch im Internet, sowie Stretchfolien) und Klebeband flugsicher verpackt, die Lenker waren in Laufrichtung gestellt, die Brompton-Pedale hochgeklappt.

Jeder von uns hatte zwei Fahrradtaschen dabei - ein „Wohnzimmer“ und ein „Schlafzimmer“, dazu nahmen wir noch eine Lenkertasche mit, alles von Ortlieb übrigens. Da wir die Räder wegen der hochgeklappten Pedale nicht schieben konnten, gestaltete sich der Weg zum Check-In umständlich. Das war aber nichts im Vergleich zu der Aufgabe, sie am Schalter für überdimensioniertes Gepäck durch die Röntgenapparatur zu bugsieren. In beiden Fällen war uns ein freundlicher Flughafenarbeiter behilflich. So bugsierten wir die Fahrräder in eine Position, in der sie den Apparat passieren konnten.

Der Flug nach Rijeka dauerte etwa 90 Minuten. Auf dem sehr kleinen Flughafen warteten wir kurz nach 14 Uhr gespannt, ob unsere Räder den Transport unbeschadet überstanden hatten. Erleichtert atmeten wir auf, als die Servicearbeiter die Räder sehr behutsam zu uns brachten. Wir trugen sie hinaus, wo uns bereits Mehmet von „Fox Transfers“ erwartete. Ursprünglich war unser Plan, mit dem Rad von Rijeka nach Valbiska zu fahren und dort die Fähre nach Lopar zu nehmen, die um 16.30 Uhr starten sollte. Kurz vor unserer Tour kam uns aber ein Krankenhausaufenthalt in die Quere, so dass wir nicht sicher waren, ob wir diese Zeit einhalten konnten. Was, wenn das Flugzeug Verspätung gehabt hätte oder wenn es in Strömen geregnet hätte? Nun, das Flugzeug landete pünktlich, es war sonnig, aber wir hatten uns für die sichere Variante entschieden, nämlich für 80 Euro zum Fährhafen gebracht zu werden. Das funktionierte reibungslos-

Es waren viele Autos unterwegs und in Valbiska gab es eine lange Schlange. Würden wir auf die erste Fähre kommen? Kein Problem! Mehmet half beim Ausladen, wir kauften die Tickets, entpackten unsere Räder, entsorgten den Abfall und radelten 250 m bis an die Spitze der Schlange, wo wir uns hinter die Motorräder stellten. Die Fähre hatte eine halbstündige Verspätung, aber wir erlebten eine schöne Fahrt von Krk zur Insel Rab - blauer Himmel, blaues Meer. In Lopar kamen wir um 18 Uhr an, installierten das Edge 800 und folgten dem Track nach Supetarska Draga.

Das kleine Hotel zu finden, in dem wir uns einquartieren wollten, war schon etwas schwieriger. Es gab leider keine Straßennamen, nur Hausnummern - und die fehlte uns. Wir erhielten eine Menge falscher Hinweise, bis wir schließlich den einen richtigen, entscheidenden Tipp bekamen (50 m vom Lebensmittelgeschäft entfernt, dessen Besitzerin uns zunächst einen steilen Berg hinauf gewiesen hatte) und uns sozusagen querbeet am Ziel einfanden. Wir waren mitten in einer Österreich-Kolonie gelandet! Der schöne Hafen und die traumhafte Bucht ließen verstehen, warum unsere Nachbarn aus Österreich diesen kleinen Ort ins Herz geschlossen hatten. In einem kleinen Restaurant namens Kuki aßen wir frittierte Calamari und Fisch. Sehr lecker!

Nun waren wir richtig angekommen, die Tour konnte beginnen

Übernachtung

  • Rooms Macaus
  • 65 Euro mit Frühstück
    wunderschöne Lage in einer Bucht, sehr einfach, jederzeit wieder

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