Durch Südosteuropa auf dem Eurovelo 8

Šibenik - Trogir (Tag 5)

Rückblick auf Šibenik
Rückblick auf Šibenik

09.07.2014: 66,02 km

Morgens bummelten wir auf der Suche nach einer Bäckerei durch die schönen Gassen und frühstückten auf dem Platz vor unserem Apartment. Beim Abschied schenkte uns der Vermieter einen kleinen Schlüsselanhänger und wies uns den besten Weg in Richtung Trogir. In einem kleinen Einkaufszentrum stockten wir bei dm den Chipsvorrat  und bei Lidl den Wasser- und Obstvorrat für heute auf. Mittlerweile reichten uns die Trinkflaschen am Rahmen nicht mehr. Normalerweise kauften wir morgens jeweils vier 1,5-l-Flaschen stilles Wasser (Kohlensäurehaltes Wasser ließ sich in den Fahrradflaschen gar nicht aufbewahren, die Hälfte sprudelte durch die Öffnung wieder hinaus) und achteten darauf, das Verbrauchte auch wieder zu ersetzen. Die Flaschen steckten wir in die Ortlieb-Taschen, so dass sie etwas länger kühl blieben.

Auf der 8 fuhren wir die Küste entlang Richtung Süden. Es war sonnig, es wehte ein leichter Wind, wir genossen einmalige Aussichten - die kitschigen Postkartenmotive, die es tatsächlich gab. Easy going!

Blick auf Primošten
Blick auf Primošten

Wir fuhren auf guten Straßen, es gab angenehme lange Anstiege (nicht die auf die Kondition gehenden urplötzlichen Steilanstiege) und entspannende lange Abfahrten. Ab Primošten wurde es touristischer, die Badestrände wurden zusehens belebter, die Orte rummeliger. In der pittoresken Altstadt, die auf einer Halbinsel liegt, machten wir eine Pause bei Espresso und Orangensaft. Viele Touristen aus Tschechien, der Slowakei und Polen verlebten dort ihren Badeurlaub. Allüberall wurde auf Apartments hingewiesen. Oft standen Leute am Ortseingang, hielten eine Papptafel "Apartment" in den Händen und warteten darauf, von Quartiersuchenden angesprochen zu werden.

Bei der Einfahrt nach Trogir machten wir eine kurze Pause, weil uns Hunderte von Männern auf Mofas und Rädern entgegenkamen: ein Betrieb am Hafen hatte offenbar das Tagewerk beendet, und die Männer fuhren nach Hause. Kein Durchkommen, und wären wir mit dem Auto unterwegs gewesen, hätten wir endlos im Stau auf den engen Straßen gestanden.

Ganz so einfach war die Villa Katarina nicht zu finden. Fünf-, sechsmal waren wir auf Ortskundige angewiesen. Nachdem wir eingecheckt hatten, zeigte man uns den kürzesten Weg zum Strand, und wir suchten uns einen schönen Platz auf einer Mole. Kühl und erfrischend war es, und blieb es. Denn nach dem Bad ging es mit zwei eiskalten Tuborg am Hotelpool weiter.

Gegen 19 Uhr erschienen kleinere Gruppen von Vollpensionären. so dass wir uns zum Essen einen schönen Tisch aussuchten und das Essen und den Sonnenuntergang genossen.

Und was war noch? In einem Fußballgespräch teilte uns der freundliche Herr an der Rezeption etwas Ungeheuerliches mit. Deutschland hatte Brasilien mit 7:1 besiegt. Ich verifizierte das mit unserem Handy, weil ich es nicht glauben konnte. Yippii - Deutschland war im Endspiel! Übrigens - bis auf zwei, drei Ausnahmen hatten wir mit dem W-Lan-Verbindungen keinerlei Probleme. Sie funktionierten tadellos, und nur sehr selten mussten wir die mobilen Daten aktivieren.

Übernachtung

  • Villa Katarina
  • 45 Euro mit Frühstück
    kleines Zimmer, schöne Terrasse, nahe zum Strand, gute Lage

Zurück