Durch Südosteuropa auf dem Eurovelo 8

Sofia (Tag 43)

16.08.2014 (durch die Stadt)

Heute Morgen radelten wir auf eigene Faust durch Sofia und entdeckten richtig schöne Plätze. Der Verkehr hielt sich in sehr überschaubaren Grenzen.

Zentralmarkthalle
Zentralmarkthalle

Wir fuhren zum Largo-Platz, wo vier Sakralbauten in friedlicher Nähe, dem Quadrat der Toleranz, zu finden waren: die Banja-Baschi-Moschee, eine der ältesten Moscheen Europas, die Synagoge, drittgröße ihrer Art in Europa, die Kathedrale Sweta Nedelja, in der 1925 das größte Attentat der Geschichte von Sofia verübt wurde, und Sveti Nikolay, die russisch-orthodoxe Kirche.

Im Innenhof des Präsidentenpalastes sahen wir die St. Georgs Rotunda aus dem 4. Jahrhundert und besichtigten das in der Nähe liegende archäologische Museum, in dem vor allem die goldenen thrakischen Relikte beeindruckten. So fein, so virtuos. Insgesamt war das Museum nicht sehr besucherfreundlich, was nicht nur daran lag, dass die schiere Masse der Ausstellungsstücke erdrückend wirkte. Zu wenig Infos für die Nicht-Kyrilliker unter uns.

Zentralbad
Zentralbad

Das Zentralbad von Sofia, gegenüber der Moschee, bietet eine sehenswerte Fassade. In diesem Ensemble liegt auch die schöne Zentralmarkthalle, in der wir Nudeln zu Mittag aßen. Am Nachmittag kauften wir eine schwarze Lederjacke für mich in einer kleinen, schattigen Einkaufsstraße, die wesentlich attraktiver als die zentrale Einkaufsstraße ist, die zum Largi-Platz führt.

Das alles versöhnte uns mit der anfangs eher abstoßend und trist wirkenden Stadt. In einem schlichten Gartenlokal mit schönen Wasserflaschen rasteten wir, schauten bei den Hemden- und Blusennäherinnen vor der Newski-Kathedrale vorbei und aßen abends wieder italienisch.

Zurück