Durch Südosteuropa auf dem Eurovelo 8

Split - Makarska (Tag 7)

Überwältigende Bougainvillea
Überwältigende Bougainvillea

11.07.2014: 67,21 km

Das Aufstehen nach dem langen Abend fiel nicht ganz so leicht, aber wir waren hungrig. Wir entschieden uns zu einem Frühstücksbuffet am eindrucksvollen Platz der Republik (Spliter Prokurative), wo in den nächsten Tagen ein Musikfestival stattfinden sollte.

Den Track aus der Stadt heraus zu finden gestaltete sich als schwierig. Als wir eine Straße direkt am Meer erreicht hatten, mussten wir nur wenig später um einen neuerbauten Hotelkomplex herum den Hügel wieder hinauffahren, und der war recht steil. Es wäre besser gewesen, gleich auf der D8 Split zu verlassen.

Es war unglaublich, wie viele Apartments wieder zur Vermietung angeboten wurden. Wohin man auch blickte, sah man die kleinen Werbeplakate oder die menschlichen Anpreiser. Mitunter hatte es den Anschein, als wäre jedes Haus an der Straße, jede Wohnung in jedem Mehrfamilienhaus für die Ferienzeit als Apartment verwendet. Wo lebten die Einheimischen?

Wie in den Tagen vorher genossen wir wunderschöne Panoramen und erfuhren eine sehr starke Steigung mit spektakulärem Blick auf die grandiose adriatische Küste, im Hintergrund erhob sich das mächtige Biokovo-Massiv mit malerischen Felsen, die an die Winnetou-Filme erinnern ließen. Fehlte nur noch die Musik von Martin Böttcher. Viele Superlative, aber so war es. Überall an den Straßen waren auch eindrucksvolle Bougainvilleas zu bewundern.

Steile Küste
Steile Küste

Am frühen Nachmittag erreichten wir zu unserer Überraschung bereits nach 63 km (geplant waren 87 km) unseren Zielort Makarska. Der Ort war nach der Überlieferung im 6. Jahrhundert von einem meiner früheren ostgotischen Helden, Totila, zerstört worden.

In einem Gasthaus am Kacic-Platz, dem zentralen Platz im historischen Stadtkern, kehrten wir ein und belohnten uns mit eiskaltem Bier und Wasser. Außerdem ließen wir uns die Speisekarte geben. Ein leichtes Hungergefühl machte sich bemerkbar, und wir wussten, dass es immer gut war, für den Abend vorbereitet zu sein. Die Karte gefiel uns, das Lokal für den Abend stand fest.

Wir checkten vorher im Apartment ein und erledigten die Hausaufgaben. Wäsche waschen und die Unterkunft für den nächsten Tag festlegen. Anschließend ließen wir uns Wein und Fisch schmecken und erlebten unter einem Regenschutz einen kräftigen Wolkenbruch, der nicht allzu lange andauerte.

Übernachtung

  • Hello Kitty
  • 42 Euro ohne Frühstück
    sehr kleines Apartment, leider an einer Hauptstraße, nette Vermieterin

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