Durch Südosteuropa auf dem Eurovelo 8

Trogir - Split (Tag 6)

10.07.2014: 7,26 km

Bei einem Blick auf die Karte bemerkten wir, wie nahe Trogir und Split lagen. Ideal für eine Fährverbindung, die es auch tatsächlich gab und nur eine gute Stunde für die Überfahrt dauern sollte. Nach dem Frühstück fuhren wir in den Hafen und erkundigten uns nach den Preisen und Abfahrtszeiten.

Anschließend blieben uns noch zwei Stunden, um die Altstadt von Trogir, die seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, auf dem Rad zu erkunden.

Die romanische Stadt Trogir stellt nicht nur an der Adria den am besten erhaltenen romanisch-gotischen Komplex dar, sondern in ganz Osteuropa. In dem mittelalterlichen, teilweise von einer Stadtmauer umgebenen historischen Stadtkern befinden sich ein erhaltenes Schloss, ein Turm, etwa zehn Kirchen und eine Reihe von Wohnhäusern und Palästen aus den Perioden der Romanik, Gotik, Renaissance und des Barock. (Wikipedia)

Im Hafen lagen große Kreuzfahrtschiffe und in der Stadt war viel Betrieb. Das lag sicher auch daran, dass das Wetter nach Regen aussah. Nach unseren Erfahrungen nutzen viele Urlauber solche Tage, um Städte zu besichtigen. Es gab den einen oder anderen Regenguss, als wir durch die schmalen Gassen schlenderten, die eine Fahrt auf dem Rad nicht zuließen.

Rechtzeitig standen wir dann an der Abfahrtsstelle der Fähre. Das war auch gut so, denn sie war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Passage für zwei Personen mit Fahrrädern kostete knapp 10 Euro und dauerte etwa 70 Minuten. Wir verließen die Fähre und waren mitten im Touristenrummel der größten Stadt Dalmatiens.

Es nieselte nur noch leicht. Unmittelbar am Hafen fanden wir ein Touristenbüro, wo wir einen Stadtplan bekamen, mit dessen Hilfe wir unser Nachtquartier schnell fanden. Die freundliche Dame im Büro gab uns eine gute Einführung zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt und Restaurants in der Nähe. Auch dieses Apartment lag mitten in der Altstadt und in einer Gasse, die für den Autoverkehr nicht zugänglich war.

So schlenderten wir durch die schöne Altstadt, schauten uns den Diokletianpalast an und erkundeten die vielen engen Gassen. Am späten Nachmittag aßen wir köstlichen Fisch im Restaurant "Konoba Marjan" (sehr empfehlenswert) und nutzten die Gelegenheiten, den Alltagsrummel zu beobachten.

Den Abend verbrachten wir in einer gemütlichen Kneipe gegenüber dem Apartmentbüro bei Wein und Bier und beobachteten den geschäftstüchtigen und agilen Vermittler als "Hans Dampf in allen Gassen", der unter anderem für eine Reihe junger australischer Touristen auf Welttour einen Fischgrillabend für morgen organisierte. Den "Grillspezialisten" für 500 Kuna (rund 65 Euro) würde er stellen. Im Hintergrund lief Westernmusik und es war eine fröhliche Runde, die dort bis spätabends saß.

Übernachtung

  • Rusticana Accomodation
  • 65 Euro ohne Frühstück
    sehr schönes ruhiges Apartment mitten in der Altstadt, mit dem Auto nicht zu erreichen, hilfsbereite Gastgeber

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