Durch Südosteuropa auf dem Eurovelo 8

Vorbemerkungen

Am Ziel in Sofia

Wir hatten grundsätzlich keine Probleme, Fahrräder in den Hotels oder Pensionen unterzubringen, in denen wir übernachteten. Alle Gastgeber zeigten sich sehr entgegenkommend und oft sehr interessiert an unseren Erlebnissen. In der Hinsicht machten wir fast ausschließlich positive Erfahrungen. Auch die Gespräche unterwegs mit Einheimischen oder Touristen waren geprägt von oft überwältigender Freundlichkeit. Nicht selten nahmen sie es auf sich, uns den Weg zu zeigen oder zum Ziel zu bringen und dafür einen Umweg in Kauf zu nehmen.

Gerade in Griechenland erfuhren wir überhaupt keine Vorbehalte, weil wir aus Deutschland kamen. Auf Ressentiments gegen Deutsche in Griechenland zu treffen wurde ja auf dem Hintergrund der griechischen Schuldenkrise mitunter in deutschen Medien kolportiert.

Ausgesprochen schlechte Erfahrungen machten wir mit T-Online. Wir hatten vor der Tour ein Samsung Tablet gekauft, um jederzeit Googlemaps auf einem ausreichend großen Bildschirm zu nutzen. Dazu hatten wir uns im T-Online-Shop in Bonn beraten lassen und eine aufladbare Karte gekauft. Daheim funktionierte alles, aber als wir es in Kroatien ausprobierten, wurden wir darauf hingewiesen, dass dieser Service nicht zur Verfügung stand. Ein Telefongespräch mit T-Online förderte nicht nur die Erkenntnis des Mitarbeiters, dass wir offenbar falsch beraten worden seien, sondern ließ unser vorhandenes Kartenvolumen auf Null schrumpfen. Super Service! Konsequenz: Nie wieder Telekom.

Insgesamt sehr gute Erfahrungen haben wir mit dem Edge 800 von Garmin gemacht. Die Tracks hatten wir mit den Karten von velomap.org am heimischen PC mit Garmins BaseCamp geplant. Die Planung half uns in manchen unübersichtlichen Situationen, nur in großen Städten wäre ein größeres Display bzw. ein stärkerer Farbkontrast der gewählten Route hilfreich gewesen.

Wir fuhren auf Utopia-Rädern, der Möwe und der Silbermöwe. Beide sind sehr robuste und bequeme Reiseräder. In diesem Jahr hatten wir nur zwei mechanische Probleme, die wir mit Hilfe des Telefonsupports unserer Fahrradwerkstatt beheben konnten. Plattfüße hatten wir nicht, so dass die Ersatzschläuche nicht verwendet werden mussten. Die „unplattbaren“ Marathon-Reifen von Schwalbe waren tadellos, ebenso die französischen Ventile: Wir hatten am Schluss den gleichen Luftdruck wie beim Start - ohne jemals gepumpt zu haben.Wir untersuchten allerdings auch sehr oft die Mäntel auf Dornen, Splitter, Scherben und ähnliches: immer dann, wenn wir den Eindruck hatten, dass vielleicht etwas im Mantel hätte steckenbleiben können.

Die ausgezeichnete Funktionskleidung von Skinfit half, den „Kleiderschrank“, also die rechte Tasche, auf eine geringe Größe zu reduzieren - jedes Gramm hilft! Mit Skinfit radeln wir seit drei Jahren und sind überaus zufrieden.

Noch ein Wort zu den Übernachtungen. Bei einigen ist „jederzeit wieder“ zu lesen. Genauso meinen wir es. Wenn es uns wieder dorthin verschlägt, würden wir genau diese Übernachtungsmöglichkeit wieder nutzen.

Rund 2700 km zu radeln, nicht gerechnet die Fahrten in den Übernachtungsorten, war ein tolles gemeinsames Abenteuer.

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