Durch die Karpaten und Tiefebenen Südosteuropas

Pápa - Szombathely (Tag 22)

26.07.2015: 73,10 km

In der kleinen Bude haben wir gut geschlafen, obwohl die Klimaanlage nicht reguliert werden konnte. Das Frühstück war besser als erwartet, leckeres Omelett, Erdbeermarmelade und festes Brot, Orangensaft und Kaffee, der schmeckte.

Der Track begann direkt um die Ecke. Wir fuhren durch die Vorstadt und landeten auf einem Feldweg, der zum Glück nicht sehr lang war. Es ging auf ruhiger Straße durch verschlafene Straßendörfer. 30 km vor unserem Ziel machten wir Rast in einem kleinen gemütlichen Gasthaus. Nach Suppe, Saft und Kaffee fuhren wir gestärkt weiter und landeten wieder einmal auf einem Feldweg. Anfangs gut befahrbar wurde er immer matschiger (in der Nacht hatte es heftig geregnet), bis wir nur noch schieben konnten und auch erst, nachdem wir die Räder vom Matsch befreit hatten. Dennoch sahen die Räder nach kurzer Zeit so matschig wie vorher aus, nur, dass jetzt auch die Bremsen wie zwei Tennisbälle wirkten. Zum Glück kamen wir in einem Dorf unmittelbar am Friedhof vorbei, auf dem sich eine Wasserpumpe und mehrere Kanister befanden. Hier reinigten wir zunächst die Fahrräder, dann uns. Nun war es nicht mehr weit bis ins Zentrum von Szombathely, das Hotel war schnell gefunden.

Klimaanlage gab es nicht, man hatte uns einen Ventilator auf das Zimmer gestellt. Wir radelten durch das belebte Zentrum, in dem Alt neben Neu stand. Manches war schön restauriert, manchmal sprengten Hochbauten den Anblick. Hier waren die Hochhäuser näher am Zentrum als in anderen Städten. Eine schöne Statue des flanierenden James Joyce weckte Erinnerungen an Triest und Pula. Optische und zahnärztliche Dienstleistungsangebote bilden offenbar eine wichtige Einnahmequelle, zumindest der Zahl nach.

Wir aßen in Ermangelung von Alternativen im Hotel. Spareribs und Spaghetti Aiglio sowie Salat und Hirschgulasch mit einem Kartoffelknödel. Schmeckte, aber die völlig überforderte Küche brachte es nicht fertig, die Gänge zu synchronisieren. Die Karte war überladen, einer allein in der Küche, wie soll das funktionieren?

Übernachtung

  • City Café Hotel
  • 44 Euro mit Frühstück
    Hotel o.k., mitten im Zentrum

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