Durch die Karpaten und Tiefebenen Südosteuropas

Pécs - Székesfehérvár (Tag 19)

23.07.2015: mit dem Zug

Hoteleingang in Pécs
Hoteleingang in Pécs

Der Tag begann mit einem erstklassigen Frühstück und allem, was man sich so wünscht, im Jugendstil- Speisesaal des Hotels.

Dann fuhren wir zum nicht weit entfernten Bahnhof, der gerade umgebaut wurde. Wir brauchten einige Minuten, um den Eingang zu finden. Die Ticketbaracke, die behelfsmäßig eingerichtet worden war, war schwieriger zu finden als die Fahrkarten zu lösen. Wir zahlten bis Siofok, die Fahrradmitnahme war gar kein Problem. Treppen gab es nicht, der Weg führte einfach über die Gleise.

Der Fahrradwagen war der letzte Wagen. Wir luden alles ein, suchten einen Platz und um 10.15 Uhr ging es los. Einziges Problem: es war sehr heiß im Waggon, und es gab nur ein Fenster, das sich öffnen ließ. Gegen 13.10 Uhr erreichten wir Nagykanizsa. Der freundliche Schaffner hatte uns angekündigt, dass wir hier umsteigen müssten.

Gesagt, getan. Auf dem Fahrplan lasen wir, dass der nächste Zug auch über Székesfehérvár, unserem geplanten Ziel für morgen gehen würde. Kurzentschlossen buchten wir online ein Hotel dort und stornierten die Buchung in einer Panzion am Balaton. Die Strecke von Siofok nach Székesfehérvár hätte zwar nur 44 km betragen, aber wir würden einen Tag gewinnen, den wir anderswo als in Siofok verbringen konnten. So sehr trieb uns der Plattensee nicht an.

Der Zug stand schon bereit, nicht wie angekündigt auf Gleis 2, sondern auf 4, und so hätten wir ihn fast verpasst. Wir fuhren über den menschenleeren Bahnsteig, ein Beamter eilte herüber, um uns absteigen zu heißen. Ordnung muss sein, und wir stemmten die Rädef schließlich in einen Transportwagen, in den wir klettern mussten, um mitfahren zu können. Das war nicht mehr ganz so gemütlich wie im ersten Zug, aber man arrangiert sich natürlich. Der Räderwaggon wurde gut genutzt, aber es war heiß und stickig. Für die Fahrt mussten wir jeweils1490 Forint zahlen. Der Zug hielt am Balaton etwa alle 5 Minuten und hatte zwischendurch einige Ruhephasen, da viele Strecken nur eingleisig zu befahren waren. Keiner wusste so recht, wann denn nun Székesfehérvár käme, das Mobiltelefon mit GPS, ein Mitreisender und schließlich die Schaffnerin informierten uns dann über den richtigen Aussteigepunkt. Um 17:20 Uhr waren wir am Ziel.

Zum Hotel dauerte es nicht allzu lange, eine hilfsbereite ungarische Radlerin zeigte uns die letzten Meter. Da wir nach der langen Fahrt ein wenig erschöpft waren, verzichteten wir auf die Tour ins Zentrum und aßen auf der Terrasse.  Die Bestellung gestaltete sich schwierig, weil insgesamt dreimal bedauernd erklärt wurde, dass es das Gewünschte nicht gebe. Letztlich hatten wir doch genügend Treffer, um satt zu werden. Am besten war der weiße Hauswein, den wir mit Eis in einen kühlen Trunk verwandelten.

Übernachtung

  • Hotel Platan
  • 50 Euro mit Frühstück
    durchschnittlich

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