Durch die Karpaten und Tiefebenen Südosteuropas

Tata - Pápa (Tag 21)

25.07.2015: 93,53 km

Piaristen-Kloster in Tata

Das Frühstück war nicht besonders reichhaltig. Kein Joghurt, keine Spiegeleier, keine gekochten Eier, eine zähe Aprikosenmarmelade, aber zig Sorten Pappmaché -Brot. Und dabei hätten wir heute ein reichhaltiges Frühstück dringend brauchen können. Denn die Tour war anstrengend.

Zum einen ging es durch eine bucklige Ebene, wir waren ja in der "ungarischen Toskana", mit giftigen kurzen Anstiegen und ebenso kurzen Abfahrten, zum anderen war bis auf die ersten und letzten 10 km der Straßenbelag so wellig, bucklig und ungleichmäßig, dass die Fahrt zusätzlich erschwert wurde. Ein böiger Wind machte das Radeln nicht zu einem puren Vergnügen. Nach rund 15 km sahen wir einen Feldweg vor uns. Aufgrund unserer Erfahrungen wählten wir die Straße als Fortsetzung, was einige Kilometer Umweg bedeutete. Bei Kisbér fuhren wir wieder auf den Track, kauften uns aber vorher in einer Bäckerei ein großes Stück Pizza und ein Haselnuss gefülltes Teigstück.

Niedliche Hausordnung

Das Schilder-Schema war so: Hinweis auf folgende Buckel, Wildwechsel, Schleudergefahr. Diese Abfolge wiederholte sich nach jedem Buckel, mitunter änderte sich die Reihenfolge. Glückliche ungarische Schilderindustrie.

Heute passierten wir eine ganze Reihe von Nutztieranlagen. Oft roch es stark nach Fischmehl.

Die weite Ebene, der starke Wind, die spärlichen, oft wie ausgestorben wirkenden Dörfer mögen Gründe dafür gewesen sein, dass sich diese Betriebe hier so konzentrierten.

Auch Pápa kam uns an diesem Samstagnachmittag sehr leer vor. Den Besitzer der Fönix-Pension mussten wir telefonisch von unserer Ankunft verständigen.

Fünf Minuten später, nach einem Borsody-Pils, zeigte er uns das kleine Zimmer mit dem etwas schmuddeligen Badezimmer.

Hauptplatz

In der Stadt, es war Sonntag, hatte kaum etwas geöffnet. Wir aßen Salat und leckere Burger, als es auf einmal, wie am vergangenen Samstag, zu prasseln begann. In der Pension wurden die Räder eingeschlossen. Heute war der Abend nicht so lang. Rund 700 Höhenmeter forderten ihren Tribut.

Übernachtung

  • Fönix Panzio
  • 32 Euro mit Frühstück
    klein, sehr einfach, zentral und herzlich

Zurück