Land's End - John o'Groats: die End-to-End-Tour

Bonn - Ashford (Tag 1)

Der Start in den Radurlaub begann kurz nach vier Uhr morgens. Über Aachen, Lüttich, Brüssel und Brügge ging es mit dem Wagen nach Dünkirchen. Gute Nachricht: Wir hatten nichts vergessen, was bei uns nicht so häufig vorgekommen ist. Schlechte Nachricht: Die Autobahn von Brüssel nach Brügge ist so etwas von langweilig, dass es nicht einfach fällt, wach zu bleiben.

Unsere Sorge, den Abfahrtsort der Fähre nach Dover zu verpassen, war unbegründet. Minutiös wiesen Schilder den Weg zum richtigen Kai. Wir hatten bereits vor Monaten reserviert und wurden zu Lane 29 geleitet. Nach Passkontrolle und Check-In mussten wir rund 30 Minuten warten, bis das Startsignal gegeben wurde und wir bis kurz vor das Heckende fahren mussten, wo wir den Wagen abstellten. Die zweistündige Überfahrt verbrachten wir auf Deck 6, einer langen Reihe von Shops, Lokalen und Spielautomaten, unterbrochen von einem überdachten Aufenthaltsbereich im Freien. Die weißen Klippen von Dover, die wir seit Jahren nicht mehr gesehen hatten, waren schließlich zu erkennen, und nachdem die Türen zu Deck 5 wieder geöffnet worden waren, setzten wir uns ins Auto und folgten den Vorfahrern ins Abenteuer Linksverkehr.

Ein "weiblicher" Panzer
Ein "weiblicher" Panzer

Die Kreisverkehre und enge Straßen boten manchen Schreck und zwangen zunächst zu einem kleineren Umweg. Na ja, allmählich gewöhnte man sich. Das Guesthouse Downsview erreichten wir jedenfalls nach einer guten halben Stunde.

Wir zogen uns um und suchten den kürzesten Weg zum Bahnhof Ashford International. Einige Fehlversuche folgten, bis wir durch einen ausgedehnten Grüngürtel und vielen Hinweisen eine gute Strecke fanden. Am Bahnhof holten wir die Tickets nach London und für den Caledonian Sleeper ab, fuhren zum Guesthouse zurück und kehrten gleich wieder um, um die Strecke auf dem Garmin Edge 1000 zu speichern, für den Fall, dass wir kurzzeitig das Gedächtnis verlieren würden. Anschließend schauten wir uns in Ashford um. Mitten in der Fußgängerzone steht seit 1919 ein „weiblicher” Mark IV-Panzer, und es gibt eine schöne Kirchenanlage. Im John-Wallis-Pub tranken und aßen wir, während im Städtchen allmählich die Bürgersteige hochgeklappt wurden.

Mit dem neuen Silkroad
Mit dem neuen Silkroad

Ach ja, wir mussten Speisen und Getränke beim Abholen an der Theke direkt bezahlen. Das hatten wir nach so langer Abstinenz ganz vergessen.
Im Nachhinein fanden wir es sehr praktisch. Eine Konvention, die der alte Kontinent übernehmen könnte.

„Are you sick - keep an eye”, meinte Daddy zum Sohn, der unseren Rädern in der riesigen Parkanlage auf der Rückfahrt zum Guesthouse sehr nahe kam.

Früh gingen wir schlafen, während über uns tapsige Kinderfüßchen die Standhaftigkeit der Bodendielen testeten.

Übernachtung

  • Downsview Guesthouse

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