Land's End - John o'Groats: die End-to-End-Tour

Edinburgh (Tage 16 und 17)

Edinburgh Castle

Der Sonntag begann leider mit Regen, der uns an diesem Tag bis in den Abend hinein begleitete.

Am späten Vormittag fuhren wir zum Castle hoch, reihten uns in die Besucherschlange ein, lösten Karten und gingen in der eindrucksvollen Anlage umher. Die schottischen Kronjuwelen ließen wir liegen und erquickten uns nach überstandenem Starkregen an schottischem Softeis. Wir stromerten ein wenig durch das Zentrum und aßen Mexikanisch zu einem sehr ambitionierten Preis. Ansonsten war nach rund 1.100 Radkilometern und wegen des Wetters Ruhe im Karton und Schonung angesagt, zumal das Wetter nervte.

Am letzten Tag in der schottischen Hauptstadt gab es ein unverhofftes Erlebnis. Die Sonne schaute zum Fenster hinein. Nach Coop-Sandwiches und löslichem Kaffee, der unserer Erinnerung nach in jeder Unterkunft neben dem Wasserkocher bereit stand, fuhren wir mit den Rädern zum kleinen Hauptbahnhof und lösten zwei Tickets für eine Stadtrundfahrt mit City Sightseeing, die uns durch das überschaubare, aber auch verwinkelte Zentrum führte. Eine Durchsage, der wir mit Kopfhörern lauschten, informierte uns über alles Wichtige und nicht so Wichtige, darunter zum Beispiel das Greyfriars Bobby Memorial.

Greyfriars Bobby Memorial

Das Parlamentsgebäude erschien uns hässlicher als das in Bukarest. Immer mal wieder gab es eine plötzliche Schauer, und als wir die Fahrt zum zweitenmal machten, stiegen wir, es handelte sich ja um eine Hop on – Hop off – Tour, am Nationalmuseum aus, weil es gar zu sehr regnete. Es empfing uns eine einladende, breite und lichte Halle mit Objekten vom Fahrrad zum Spitfire aus dem 2. Weltkrieg. Wir nahmen einen kleinen Imbiss zu uns, nebenan zwei deutsche Damen, die nach Internetvorlagen bei einem Glas Wasser strickten, als wollten sie eine olympische Sportart kreieren.

Der Regen verzog sich, wir bestiegen einen anderen Bus und genossen die Fahrt zum Bahnhof zurück. Erneut aßen wir im Red Squirrel, dieses Mal Ziegenkäse und Salat, und empfanden das Preisniveau in Edinburgh als recht hoch. Die Stadt macht keinen wohlhabenden Eindruck. Wer, außer den in Verzückung geratenen Touristen, kann sich dauerhaft solche Preise leisten?

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