Land's End - John o'Groats: die End-to-End-Tour

John o'Groats - Ashford (Tage 26 und 27)

Heute morgen war das Wetter wie ausgewechselt: Regen, Nebel, Kälte – der Abschied sollte uns leicht gemacht werden.

Beim Frühstück trafen wir den Mate der Transportfirma, die uns nach Inverness bringen sollte. Er verlud die Räder, wir stiegen ein, und die Heimfahrt begann. In Wick mussten wir noch Geld wechseln, weil wir den Transport bar zu bezahlen hatten. Drei Stunden dauerte die Fahrt nach Inverness, und wir konnten noch einmal bewundern, welche Kletterleistungen wir vollbracht hatten. Nicht schlecht, wir Oldies.

In Inverness verbrachten wir einen Großteil der Zeit im Bahnhof. Wir hatten keine Lust, nass zu werden, weil es draußen in Strömen regnete. Am späten Nachmittag aßen wir in einem nahe gelegenen Lokal namens Ash recht gut, lösten auch schon Karten für den Zug von London nach Ashford und bestiegen kurz nach 20 Uhr den Caledonian Sleeper.

Um 20.44 Uhr sollte er abfahren. Daraus wurde nichts, es dauerte bis zur Abfahrt noch 90 Minuten, ohne dass die Gründe für die Verzögerung ersichtlich, geschweige denn kommuniziert wurden. Wir hatten Liegesitze gebucht, bei denen man vom „Liegen“ aber keineswegs sprechen konnte. Unbequem, keine Heizung im Wagen, wir waren heilfroh, dass wir kurz vor 8 Uhr, übrigens pünktlich, in London-Euston eintrafen und uns zunächst einmal ein gutes Frühstück in einem Lokal vor dem Bahnhof gönnten. Anschließend schoben und radelten wir die rund 800 m zu St. Pancras Internaional und drehten anschließend eine Runde um King´s Cross, wo nahezu auf jedem freien Meter gebaut wird.

Kurz nach 11 Uhr nahmen wir den Highspeed Zug der Southeastern nach Ashford. Platz für die Räder gab es, und drei Stationen später waren wir im Ashford International. Wir kurvten durch das Städtchen, ließen manches Revue passieren, tranken Kaffee im Starbucks, machten uns dann zur Unterkunft auf, und was geschah da? Ein Platten!

Glücklicherweise gab es rund 800 m weiter einen Cycle Shop, in dem ein neuer Schlauch, den wir im Gepäck hatten, eingezogen wurde. Der Schlauch rund um das Ventil war völlig porös gewesen und nicht mehr zu reparieren. Was für ein Glück, dass das nicht in den Highlands geschehen war.

Der Mechanicus wollte für die Reparatur nichts haben, sondern erklärte es als Freude, uns geholfen zu haben. Von dieser Stelle aus noch einmal besten Dank an Spiral Cycles.

Unsere Radtour durch England und Schottland war zu Ende. Die restlichen Kilometer und Stunden gehörten unserem Kangoo, der vier Wochen lang auf dem Parkplatz des Guesthouse Downsview stehen durfte, einem kurzen Besuch von Dover Castle und dem Rücktransport via Fähre nach Dünkirchen.

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