Land's End - John o'Groats: die End-to-End-Tour

Lybster - John o'Groats (Tag 24)

Etappe 21: 48,00 km

Cairns of Camster

Nach einem kleinen Plausch mit zwei neuseeländischen Touristinnen gaben wir uns das Startsignal zur letzten Etappe.

Es war grau, recht kühl (die Tagesdurchschnittstemperatur betrug 12 Grad), und der Wind verschonte uns leider nicht einen Meter. Er wehte, als wollte er uns einen bleibenden Eindruck von Schottland eingravieren.

Wir fuhren in der Grafschaft Caithness eine schier endlos erscheinende gerade schmale Straße, gesäumt von Wildwiesen mit Unmengen Moosglöckchen (Linnaea borealis), an gefühlt Tausenden von Schafen vorbei, von denen immer mal wieder einige aus ihrem Gehege ausgebrochen waren. Sie blieben stoisch, aber sprungbereit am Wegesrand liegen oder stoben verschreckt davon. Da ihre Reaktion nicht vorhersehbar war, blieben wir aufmerksam. Sporadisch gab es Sonnenscheinmomente, als wir die Cairns von Camster erreichten.

Wo ist Sean?

Einige Kilometer weiter passierten wir gut drei Dutzend Windräder, die von EON betrieben wurden. Bis etwa Kilometer 30 erlebten wir eine Heidelandschaft, die sich förmlich vor uns entfaltete. Nach einer kleinen Routenänderung, weil wir dem Bau einer Pipeline ausweichen mussten, lag links und rechts der schmalen und wellenförmig verlaufenden Straße, auf der es dennoch nicht wenig Verkehr gab, Hochmoor. An Loch Watten vorbei, bekannt für seine „brown trouts“, radelten wir dem Ziel entgegen.

Rund acht Kilomater vor John o´ Groats konnten wir das Meer sehen, und ab da hieß es nur noch, die letzten der über 1500 km genießen, die wir hinter uns gebracht hatten.

Am buchstäblichen Schlusspunkt ließen wir uns natürlich vor dem Wegweiser fotografieren,  kauften Souvenirs, tranken in der Kaffeebud Cappucino, buchten für morgen einen Ausflug zu den Orkney-Inseln und standen Modell für ein Foto, das ein amerikanischer Motorradfahrer seinem radfahrenden Freund von den „crazy Europeans“ schicken wollte, die den Weg von Land´s End nach John o´ Groats mit dem Fahrrad zurückgelegt hatten.

Abends aßen wir im Seaview Hotel Krabben und Schellfisch zu Tennent´s, unserem favorisierten schottischen Bier, und gingen recht früh schlafen.

Always look on the bright side of life …

Übernachtung

  • Seaview Hotel

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