Von Freiburg nach Barcelona

Alp - Ribes de Freser

Etappe 22: 36,88 km

Der Vormittag begann mit einem ordentlichen Büfett, nur Körnerbrot und Eier fehlten. Nach dem Checkout, die Räder hatten wieder im Hotel übernachtet, kauften wir im Supermarkt ein. Und dann begann eine Odyssee, die uns eine knappe Stunde Zeit kostete und heftige Anstiege verlangte. Wir hatten die falsche Abbiegung gewählt, um auf den Track zu kommen, und irrten dann im großflächigen und überaus steilen Ort mehr oder weniger hilflos herum. Einige Anstiege schafften wir nur schiebend, die Nerven lagen blank.

Ute in den Pyrenäen
Irgendwie rollt es

Den Weg zur GI4028 fanden wir dann doch noch, und prompt ging es erneut schweißtreibend hinauf, Tropfen kennzeichneten unseren Weg. Wenigstens war der Straßenbelag ausgezeichnet.

In La Molina, einem Wintersportort, in dem auch alpine Skirennen ausgetragen werden, hatten wir drei Optionen:

  • mit dem Zug nach Barcelona fahren – wollten wir aus sportlichen Gründen nicht
  • auf die N260, auch bekannt als Eje Pirenaico (Pyrenäische Achse), die nördlichste Ost-West-Nationalstraße in Spanien wechseln – deutlich länger als unser Track
  • den Track fortsetzen, der auf unbefestigten Wegen durch die Montaña del Paborde führte

Wir wählten die dritte Option und erreichten nach weiten Schleifen, in denen wir einem Mountainbike-Fahrer und einem Moped begegneten, auf 1,790 m Höhe die N260. führte, wo wir uns nach den Anstrengungen ausruhten und Pause machten. Wenige hundert Meter weiter, um ein, zwei Kurven herum erreichten wir die Collada de Toses, mit 1.800 m einer der höchsten katalanischen Pässe. Wegen Bauarbeiten war dort die Weiterfahrt für Autos gesperrt.

Wir standen nun auf dem Parkplatz, bewunderten die Aussicht und ahnten noch nichts vom bevorstehenden Tageshöhepunkt. Auf der GI-400 wartete eine mehr als 20 km lange Abfahrt auf uns, die wir auf ausgezeichnetem Belag hinabrasten. Es war die bisher längste und schönste Abfahrt unseres Radlerlebens, und wir waren froh, dass wir bei 10% Gefälle nicht umgekehrt unterwegs waren. Zwei kurze giftige Anstiege und ein Cola-Eis-Stopp folgten noch, bis wir am frühen Nachmittag im Hotel Prats in Ribes de Freser eintrafen.

Wir mussten unbedingt essen, und so standen bald Salat und überbackene Maccharoni vor uns. Nach der Siesta schlenderten wir durch das hübsche Städtchen, reger Betrieb, kleine Einzelhandelsgeschäfte und vorwiegend älteres Publikum. Wir waren also unter unseresgleichen. Immer wieder gab es kurze Regenschauer, aber es blieb angenehm temperiert, im Gegensatz zum Zimmer mit einer wenig zeitgemäßen Ausstattung: Falttür zur Dusche, Toilette und WC in Besenkammergröße, äußerst hellhörig.

Abends aßen wir Forelle und ließen uns den Weißwein schmecken. Dabei beschlossen wir, die Route nach Vic abzukürzen. Wir würden ja sehen, wohin das führte.

Übernachtung

  • Hotel Prats
    57,00 EUR

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