Von Freiburg nach Barcelona

Dole - Chalon-sur-Saône

Etappe 5: 102,61 km

Doc on bike
Hit the road, Doc

Das Frühstück war sehr zufriedenstellend, lediglich die Eier fehlten. Satt und zufrieden stiegen wir auf die Räder und rollten ins Centre Ville. Aber etwas war anders. Als es mir endlich einfiel, waren wir schon drei Kilometer gefahren: die Lenkertasche fehlte. Also kehrte ich um, fuhr die schweißtreibende Auffahrt zum Campanile wieder hoch und war erleichtert, dass sich die Tasche dank einer aufmerksamen Mitarbeiterin an der Rezeption wiederfand. Neustart.

Wechselweise am trägen Doubs oder dem Kanal entlang ging es weiter auf guten Wegen, bis wir nach Burgund kamen. Himmel und Landschaft hatten sich geändert. der eine wurde lichter, die andere öder: Mais und Korn, und wir mittendrin.

Seit Saint-Symphorien-sur-Saône fuhren wir an der Saône entlang. Die Streckenqualität ließ nach, immer noch befriedigend, aber eher kiesig als asphaltig, eher unbefestigt als eben. In Verdun-sur-le-Doubs, wo Doubs und Saône zusammenfließen, tranken wir Citron nature und aßen ein erfrischendes Pfirsicheis von Langnese.

Die Wege blieben annehmbar, viel Angel- und Campingtourismus, die Infotafeln fehlten, und wir erreichten nach rund 100 km Chalon-sur-Saône, um das Cyclist Univers anzusteuern, wo das Tretlager an Utes Rad geschmiert und angezogen wurde.

Die einstündige Wartezeit verbrachten wir bei hochsommerlichen Temperaturen in einer Brasserie am Place Général de Gaulle, in der wir auch Stunden hätten sitzen können, um das Leben um uns herum zu genießen und zu beobachten.

Edge 1030
Großes Display beim Edge 1030

Nachdem wir das Rad abgeholt hatten, fuhren wir über die D906 ins Ibis Budget, zwei Kilometer nördlich gelegen. Die Räder wurden in einem vergitterten Abstellplatz des Ibis nebenan aufbewahrt, und wir schöpften erst einmal Luft im klimatisierten Zimmer.

Ganz nahe am Hotel befand sich im Centre Commercial La Thalie ein Casino Supermarché, von dem wir hofften, wie früher bei einem kalten Rosé essen zu können – „Steak haché, bien cuit, avec de frites et sauce tomate“, wie seinerzeit die Standardformel lautete.

Daraus wurde nichts – das Casino war nur mittags geöffnet. So kauften wir einige Vorräte und aßen im À La Bonheur, nach dem Casino-Prinzip funktionierend, ein leckeres Menü, bei dem wir dem regen Erfahrungsaustausch von Touristenbusfahrern lauschten.

Ende der 70er oder Anfang der 80er Jahre hatten wir unser erstes kulinarisches Ein-Sterne-Erlebnis in dieser Stadt. Verdamp lang her.

Übernachtung

  • Ibis Budget
    65,00 EUR

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