Von Freiburg nach Barcelona

Formiguères - Alp

Etappe 21: 43,90 km

Stausee von Matemale
Stausee von Matemale

Spät aufgewacht ließ das Frühstück alle Wünsche offen: keine Eier, keine Wurst, kein Käse - das war nix.

Durch den schon sehr geschäftigen Ort blieben wir der D118 treu, die uns weiter durch den regionalen Naturpark Pyrenées Catalanes führte, zunächst an dem von der Aude gespeisten Stausee von Matemale vorbei, auf den wir von der Straße herab einen wunderschönen Ausblick genießen konnten. Selbst das Bimmeln der sehr verstreut herumwandernden Kühe schien uns zu begrüßen.

An La Llagonne und Mont-Louis vorbei stiegen wir auf 1.750 m hinauf, was die Shirts in kürzester Zeit wieder klatschnass werden ließ. Wasser, Wasser war wichtig! Die Landschaft war einzigartig, und es war nicht zu heiß. Von Bergen umrahmt, viele Autos waren unterwegs, kletterten wir also, um dann einen laaaangen Teil der Tour mit breitem Grinsen zu erleben.

Gefährlicher Seitenstreifen
Gefährlicher Seitenstreifen

Es ging fast nur noch hinab, eine schnelle Abfahrt nach der anderen, das war großartig. Der Seitenstreifen war mitunter sehr splittig, so dass wir in den Kurven aufpassen mussten, aber ansonsten war es eine Etappe, die Spaß machte.

Eine Petitesse: In einem kleinen Marktort mussten wir leider herunterbremsen, weil die Autos, an denen wir nicht vorbeifahren wollten, sich stauten – Markt eben! Das minderte den Gesamtgenuss nicht.

Der französische Grenzort Bourg-Madame im Hochtal der Cerdagne ging fast übergangslos in das spanischen Puigcerdà über. Hola España!

Kurze Verwirrung, um die richtige Straße nach Alp zu finden, dann ging es oft auf Nebenstrecken weiter bis zum Aero Hotel Cerdanya Ca L'eudald, wo wir nach gut 44 km ankamen.

Am Nachmittag gewitterte und regnete es, so dass wir uns bei einem kleinen Rundgang unterstellen mussten. Als der Regen aufgehört hatte, belebte sich der Ort.

Im Sekundentakt füllten sich die wenigen Lokale. In einem aßen wir ein Meloneneis und tranken Kaffee, scharf gebrannt. Sehr fürsorglich wischte die Señora den nassen Tisch ab und stellte uns Stühle hin. Ob wir auch wirklich nicht nass würden? Nein, alles in Ordnung. Die Dorfdiva, eine Seniorin mit blondiertem Haar, tief gebräunt, 10 Finger- und rund 6 Armringe, pausenlos ins Handy redend und ihren grau-weißen Miniaturhund hinter sich unter Stühlen und Tischen hindurch ziehend, stand kurze Zeit im Scheinwerferlicht, bevor sie sich niederließ und eine andere Szene begann.

Gegen 20.30 Uhr – in Spanien wird spät gegessen - ließen wir uns im überdachten Garten des hauseigenen Restaurants nieder, es tröpfelte hin und wieder, und ein Englisch sprechender Kellner übersetzte uns die Speisekarte aus dem Katalanischen bzw. Spanischen. Wir entschieden uns für ein Menü aus Salat mit Pollo und Schweinebäckchen bzw. weißem Thun. Als Dessert gab es hauseigenen Ananaskuchen und einen „shot on the house“, also einen Hochprozentigen.

Übernachtung

  • Aero Hotel Cerdanya Ca L'eudald
    80,00 EUR

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