Von Freiburg nach Barcelona

Le Pouzin - Pont-Saint-Esprit

Etappe 11: 74,18 km

Rochemaure
Rochemaure

Morgens gab es ein annehmbares Frühstück. Wir fuhren auf dem rechten Flussufer durch Felder, Wald und Wiesen und staunten erneut darüber, dass es so stille Wege an der Rhône gab. Allerdings waren mittlerweile die Zikaden so laut geworden, dass wegen des ohrenbetäubenden Lärms Motorfahrzeuge ohnehin nicht zu hören gewesen wären.

Wir passierten das Kernkraftwerk Cruas, gespenstisch wirkend, und erreichten auf schönen Wegen das Städtchen Rochemaure in der Ardèche, das nicht nur eine hochgelegene und weit sichtbare Burgruine aus dem 12. Jahrhundert aufweist, sondern Fußgänger und Radfahrer auch mit einer attraktiven Hängebrücke, der sogenannten Passarelle Himalayenne, den Fluss überqueren lässt. Solche Brücken machen Laune, allerdings nur, wenn man schmale, schwingende und wackelnde Brücken mit niedrigem Geländer aus dünnen Drähten mag. Da werden bei uns Unterschiede deutlich.

Hängebrücke
Passarelle Himalayenne

In Bourg-Saint-Andéol wechselten wir auf die östliche Seite und beim Betrachten der Umgebung, wir radelten auf einem asphaltierten, wunderbar glatten Weg, guckte ich nach rechts, steuerte nach links und verursachte einen Zusammenstoß, so dass wir beide stürzten. Ein Autofahrer bemerkte den Sturz, hielt sofort und bot Hilfe an. Den stabilen Rädern war nichts geschehen, wir erlitten einige Schürfwunden, Prellungen und einen seelischen Schlag in die Magengrube, der uns noch einige Kilometer zu schaffen machte. Uijuijui – würde unser Enkel wohl verlauten lassen.

Weiter nach Pont-Saint-Esprit im Département Gard, an der Grenze zwischen Languedoc und Provence, ging es nun leider einige Kilometer auf einer recht stark befahrenen Straße, die Weghinweiser waren auch nicht mehr erste Qualität. Über die hübsche altehrwürdige Rhône-Brücke fanden wir rasch das gebuchte Hotel. Vor dem Einchecken besuchten wir den gegenüberliegenden Fahrradladen, dessen Inhaber leider nicht bereit war, die Quietsch- und Schleifgeräusche an den Rädern zu beheben.

Brunnen
Wenn der Hahn kräht

Im Zimmer aßen wir die Süß-Sauren des Zuckerspiegels wegen, leckten die Wunden und suchten die nächstgelegene Apotheke auf, in der wir einiges zur Wundversorgung kauften.

Anschließend schlichen wir ins Café des Voyageurs und aßen Salat, Brochettes de boeuf, Merguez und Käse. Der eisgekühlte Blanc schmeckte heute besonders gut.

Lädiert am Leib, geheilt an der Seele gingen wir im Hôtel de la Bourse zur Ruhe.

Übernachtung

  • Hotel La Bourse
    75,00 EUR

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