Von Augsburg nach Rom

Augsburg - Landsberg

Etappe 1: 46 km

Der Frühstücksraum im Ibis war kaum gefüllt. Wir stärkten uns und machten uns gegen halb zehn auf den Weg nach Landsberg am Lech. Die Strecke führte zunächst an der Haunstetter Straße entlang durch verschiedene Straßendörfer. Kurz hinter Königsbrunn radelten wir dann erstmals auf der ausgeschilderten Via Claudia Augusta. Einige Hinweistafeln und steinerne Säulen kennzeichneten die Strecke. Es blieb flach, Kornfelder zuhauf, kaum Wald oder Wiese. Darf die Landschaft eintönig genannt werden?

Ja, das darf sie. Landsberg erreichten wir gegen Mittag. Der Marienbrunnen, die schön bemalten Fassadender alten Häuser, die hübschen gotischen Staffelgiebel erfreuten die Augen.

Das Gasthaus Sarker in einem indischen Restaurant, das allerdings Ruhetag hatte, war unser erstes Quartier und befindet sich ganz in der Nähe des Hexenturmes. Gestern noch hatten wir unsere Übernachtungsstationen bis Imst gebucht, und die Preise bewegten sich oft um die 100 Euro, die meisten deutlich teurer. Nicht preiswert hierzulande.

Gegenüber dem Gasthaus befand sich ein Parkplatz, auf dem ein mittelalterlicher Markt anlässlich des Ruethenfestes aufgebaut worden war. Auch ein „Schwedenlager” hatten wir bei der Einfahrt gesehen.

Alle vier Jahre, das nächste Mal im Juli 2019, findet das Landsberger Ruethenfest, eines der größten historischen Kinderfeste in Bayern, statt. In Tänzen, Truppenlagern und Festzügen stellen Kinder die Geschichte der Stadt dar.” (Wikipedia)

Wir stärkten uns zunächst mit zwei Eisbechern auf dem Hauptplatz, die leider überdimensioniert waren. Anschließend durchquerten die sehenswerte Altstadt, gingen hoch bis zum Bayerntor, wieder zurück und tranken in einem idyllisch an der Lechpromenade gelegenen Lokal mit portugiesischen Speisen namens Markita, in dem es erstaunlicherweise auch Schneebälle gab, trockenen portugiesischen Weißen, der das eisige Völlegefühl auflöste.

So saßen wir höchst zufrieden und vergnügt, genossen den Spätnachmittag und unterbrachen den Aufenthalt dort lediglich für eine köstliche Portion Hirschbratwurst mit Kartoffelecken, die wir auf dem Mittelaltermarkt bekamen. Das Besondere am Markt: Es war keine Musikanlage installiert, die es daheim bei den geringsten Anlässen gibt. Am Lech hämmerten keine Bässe.

Übernachtung

  • Gästehaus Sarker
    95 EUR oF

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