Von Augsburg nach Rom

Bozen - Trient

Etappe 7: 63,1 km

An der Etsch
An der Etsch

Die kleine Bar unter dem Hotel machte schon früh durch Stühlerücken auf sich aufmerksam. Wir tranken dort Caffè Americano bzw. Cappuccino und aßen eine Kleinigkeit, und dann ging es bei grauem Himmel weiter Richtung Trient, der Hauptstadt des Trentino. Dem geplanten Track folgten wir nicht, weil der Radweg an der Etsch entlang uns so gefiel. Das bedeutete zwar den Verzicht auf Weinorte wie Kaltern und Tramin, aber wir hatten uns heute, Sonntag ist bekanntlich Ruhetag, für eine Strecke mit weniger Steigungen entschieden.

Südlich von Bozen gab es zunächst visuellen Augenschmaus: ungezählte Apfelbaum- und Weinanbaufelder, die Berg- und Hügellandschaft links und rechts beeindruckte weiterhin, wenn sie uns auch etwas niedriger als in den vergangenen Tagen erschien. Der Etsch-Radweg ist erste Sahne. Nicht nur dass die Weghinweise ausgezeichnet sind, nein, es findet sich kein Müll auf den Pisten. Alles ist sauber, geradezu akkurat. Wir hatten bisher keine einzige Glasscherbe auf dem Weg bemerkt.

Auf der Etappe nach Trento legten wir die schnellsten 40 km unseres Radwanderns zurück. 24,4 km/h im Durchschnitt gelang uns rheinischen Schnecken!

Trient
Neptunbrunnen vor dem Dom

In Trento mussten wir einige detektivischen Aufgaben erledigen, um das Albermonaco zu finden. Als wir zum Gang in das nahe Zentrum aufbrechen wollten, erlebten wir eine Premiere. Es regnete! Nach zehn Minuten war der Schauer vorüber und wir brachen auf.

Die breiten Gassen, die jahrhundertealten Palazzi, oft aus der Renaissance, die prächtigen Portale aus schwerem Holz vermittelten einen majestätischen Eindruck. Trento war beeindruckend. Sonntags war es hier vermutlich nicht so voll wie an anderen Tagen, dennoch hatten viele Geschäfte geöffnet. Wir verweilten längere Zeit am Domplatz mit der Kathedrale San Vigilio, dem Palazzo Pretorio und dem Neptunbrunnen und schauten uns das Treiben auf der Piazza an.

So allmählich wurden wir hungrig, so dass wir uns in einem Lokal am Platz niederließen. Man reichte uns die Speisekarte. Als wir kurz darauf bestellen wollten, wurde uns lakonisch mitgeteilt, die Küche sei geschlossen. Na bravo!

Also wechselten wir das Lokal und verspeisten eine Pizza auf der Piazza. Vor dem Hotel genossen wir am frühen Abend ein Forst-Bier, nachdem wir im EuroSpar für sage und schreibe 2 Euro Plattpfirsiche und Wasserflaschen erstanden hatten.

Übernachtung

  • Hotel Albermonaco
    68,00 EUR oF

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