Von Augsburg nach Rom

Imst - Pfunds

Etappe 4: 52,1 km

Denkmal
Denkmal zum Tiroler Freiheitskrieg

Das Büfett am Morgen war zufriedenstellend, der Kaffee, ach gäbe es doch guten Kaffee. Unser Kaffeeklagen findet kein Ende.

Wir holten die Räder aus der Garage, bemerkten keinen öligen Fleck unter Martins Rohloff-Nabe und rollten die kurze Strecke zum Inn hinunter, an dessen Ufern, mal links, mal rechts, wir heute, eingerahmt von den Lechtaler Alpen, überwiegend entlang radelten. Die Wege waren meist befestigt, die Sonne zeigte sich recht selten. Kalt jedenfalls war es nicht. Landwirtschaftlich genutzte Flächen dominierten in diesem Talkessel. Insgesamt hatte uns die Gegend nördlich von Imst ein wenig besser gefallen. Zumindest die Bergkulisse erschien uns eindrucksvoller.

Landeck, laut Wikipedia Hauptstadt „der tourismusintensivsten Region Tirols”, war der nächste größere Ort, in dem auch industrielle Ansiedlungen zu sehen waren. Die Wege wurden nun etwas anstrengender, unsere Beinmuskeln entsprechend stärker beansprucht. Kurze steile Auffahrten, oft gefolgt von schönen Abfahrten, erwarteten uns. Es war nicht einfach, einen Fahrrhythmus zu finden, und mit einem Rhythmus lässt sich unserer Erfahrung nach wesentlich einfacher radeln.

Dafür bot der Inn, mitunter gezügelt, häufig herrliche Momente: wasserumbrauste große Flusssteine, flache, zischende Stromschnellen, frisch grünes Wasser und auf Pfunds zu auch gemächlich breites Dahinströmen. Nach etwa 53 km erreichten wir das Hotel Edelweiß.

Nach dem üblichen Prozedere schauten wir uns im Dorf um und kauften Vorräte ein. Zurück auf dem Zimmer telefonierten wir wegen der sporadischen Ölflecke mit dem Fahrradhändler unseres Vertrauens, der uns beruhigte und versicherte, dass die Rohloff-Nabe dennoch keine Funktionsverluste erleiden würde. Wir sollten aber darauf achten, dass die hintere Bremsscheibe ölfrei bleibe. Das taten wir, und das blieb sie bis zum Schluss.

Gegen 18 Uhr gab es Rinderbouillon, Grillteller und erneut ein Wiener Schnitzel, begleitet von leckerem Fassbier. Wir saßen gemütlich auf der Terrasse und mussten lediglich einige Aperol Spritz verliebte Hotelgäste ertragen. Die Campari-Aktie ist gegenwärtig leider viel zu teuer.

Übernachtung

  • Hotel Edelweiß
    89,00 EUR oF

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