Von Augsburg nach Rom

Rom - Ciampino

Etappe 24: 17,7 km

Piazza San Pietro
Piazza San Pietro

Nach einem gutem Frühstück hieß es Abschied nehmen von Rom und nach Ciampino zu radeln, von wo aus wir am übernächsten Tag nach Hause fliegen würden. Wir waren etwas angespannt, ob es uns gelingen würde, so einfach aus der Millionenstadt hinauszufahren. Die Rezeptionistin versprach uns ein keeping my fingers crossed und wünschte gute Fahrt.

Dann begann die letzte Etappe mit einem Highlight: Auf der Via del Corso über die Piazza Venezia, wo uns die Autofahrer wie gewohnt Vorfahrt einräumten, ging es auf dem Kopfsteinpflaster der Via dei Fori Imperiali, die für den privaten Autoverkehr gesperrt war, zum Kolosseum. Ein großartiges Gefühl.

Am Palatin-Hügel vorbei bogen wir am Circus Maximus zu den Caracalla-Thermen ab. Auf der Viale Caracalla konnten wir eine Zeitlang auf einem Radweg fahren. Am Scipioni-Park entlang passierten wir anschließend den Park der Via Appia Antica. Leider ließen wir eine Besichtigung der Katakomben aus. Zu sehr hielt uns vermutlich die Anspannung gefangen.

Wieso Anspannung? Einerseits deshalb, weil wir fürchteten, es würde sich doch noch eine unpassierbarer Schnellstraße vor uns auftun, andererseits weil die Planung des Tracks eine Kleinigkeit vergessen hatte. Dummerweise hatten wir von Ciampino nach Rom geplant, wir fuhren aber andersherum. Das wiederum hatte zur Folge, dass wir so manche Einbahnstraße in die verkehrte Richtung radelten. Das funktionierte zwar, noch einmal besten Dank an die Autofahrer, war jedoch nervig!

Als wir ein Straßenkreuz an der Via Appia Nuova erreichten und der Verkehr deutlich zunahm, fanden wir die Abfahrt nach Ciampino nicht. Ein Handwerker half uns auf die Sprünge, so dass wir entspannt ins Zentrum radeln konnten, um im Casa Lollobrigida in der Viale Roma einzuchecken.

Nunzia empfing uns und reichte uns ein Paket, das wir nach Absprache dorthin geschickt hatten. Es enthielt die Taschen, in die wir unsere Räder für den Flug packen würden. Die Nacht über brachten wir die Räder im Zimmer unter.

Am Nachmittag spazierten wir durch die Stadt, in der 1916 ein erstes Flugfeld eröffnet wurde. Im Westen trennt ein Zaun die Stadt vom Flughafen ab. Wie praktisch wäre es gewesen, von dort aus zum Flughafengebäude zu fahren. Allerdings hätten wir dazu auch die Startbahn kreuzen müssen, die parallel zum Zaun verlief. Also besser nicht.

Zu Abend aßen wir im Ristorante Paradiso Cinese. Wir waren die einzigen Gäste und hatten den Eindruck, dass unsere rudimentären Italienisch-Kenntnisse deutlich besser waren als die der Bedienung. Das Essen war reichlich und schmeckte uns.

Satt und zufrieden kehrten wir ins B&B zurück.

 

Ciampino - Tag 2

Um alle Unwägbarkeiten auszuschalten, wollten wir heute den Weg zum Flughafen radeln. Doch zuerst frühstückten wir in der Küche. Julio hatte es vorbereitet und informierte uns über mögliche Wege.

Kurze Zeit später fuhren wir Richtung Flughafen. Die 4 km dorthin waren völlig problemlos. Im Flughafengebäude, eine lange Schlange hatte sich bereits vor den Schaltern gebildet, orientierten wir uns und fanden heraus, wo das Sperrgepäck abgegeben werden musste. Gut!

Wir radelten zurück, kauften einige Vorräte ein, die wir aufs Zimmer brachten, und bummelten anschließend wieder in der Stadt herum. Wir tranken Kaffee, aßen Eis, erfrischten uns in einer Bar mit kühlem Bier, hielten eine längere Siesta und packten unsere Taschen für den Flug. Da musste einiges umgepackt werden.

Der restliche Verlauf des Tages glich dem von gestern bis auf das i-Tüpfelchen.

Übernachtung

  • Casa Lollobrigida
    122,00 EUR mF (2 Übernachtungen)

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