Von Augsburg nach Rom

Trient - Rivalta

Etappe 8: 61,2 km

Etschbrücke
Etschbrücke zwischen Peri und Rivalta

Der Frühstücksraum war sehr gut besucht - tatsächlich war er knackevoll -, aber einen schmalen Tisch fanden wir noch. Das Angebot war zufriedenstellend. Für jeden Geschmack etwas, also Müsli und Marmelade sowie Wurst und Käse. Eier gab es ebenfalls. Gut versorgt starteten wir gegen 9 Uhr und blieben dem Radweg an der Etsch treu, von dem aus westlich der lange Rücken der Garda-Berge zu erblicken war. Ausgangs Trient gab es erstmals Glasscherben auf dem Radweg, der ansonsten bis Rivalta picobello blieb.

Weinstöcke hatten die Vorherrschaft über Obstplantagen gewonnen, gefühlt auf jedem Hügel erhob sich eine Burg und bis Rovereto war richtig viel Verkehr auf dem Weg. Warum war heute so viel los? Die Antwort fanden wir schnell, denn kurze Zeit später gab es einen Abzweig zum Lago di Garda, dem 8 von 10 Radlern folgten. Und plötzlich waren wir wieder nahezu allein an der Etsch.

Olivenbaum vor dem Albergo
Olivenbaum vor dem Albergo

An einer kleinen Radstation bei Avio tankten wir Kaffee und kaltes Wasser, nachdem wir zuvor schon mitten in den Weinbergen einen Pfirsich- und Nuss-Aufenthalt eingelegt hatten. Eine Dame, von Füssen aus mit dem E-Bike ebenfalls nach Rom unterwegs, gesellte sich an der Station zu uns und wir tauschten einige Erfahrungen aus.

Kurz vor der Ortschaft Rivalta, die zur Gemeinde Brentino Belluno gehört, wechselten wir in die Provinz Veneto. Bei der Einfahrt nach Rivalta passierten wir eine große Weingenossenschaft - ein gutes Omen - und wenige Meter später erreichten wir das Albergo Olivo, in das wir gegen 14 Uhr eincheckten.

Wir tranken zwei kalte Pilsken und faulenzten ein wenig im Zimmer, das leider keine Klimaanlage hatte, so dass wir uns das Duschen eigentlich hätten sparen können, so heiß war es.

Am späten Nachmittag kauften wir im 100 m entfernten Supermercato einiges ein, spazierten durch den Ort und wurden durch eine Info-Tafel überrascht, wonach sich in dieser Region Kimbern angesiedelt hatten.

Infotafel
Infotafel über die Region

Kurz vor 19 Uhr ließen wir uns zu einem Aperitif vor dem Albergo gegenüber dem namengebenden Olivenbaum nieder. Bei dieser Gelegenheit lernten wir auch das italienische Wort für Eiswürfel kennen, mit dem wir den Wein kühlten. Wenig später nahmen wir nebenan im Garten Platz und erhielten, eine Auswahl gab es nicht, Salat und Tagliatelle bolognese. Schmeckte gut und wir wurden satt.

Nach dem Essen zogen wir wieder vom Speisegarten in den Bargarten, wo sich inzwischen an einigen kleinen Tischen eine große Gruppe älterer Männer gesammelt hatte, die vermutlich die Ereignisse des Tages besprachen. Unser Italienisch ist definitiv ausbaufähig. Wir genossen noch einen Wein und versuchten, im heißen Zimmer Schlaf zu finden.

Übernachtung

  • Albergo Olivo
    71,00 EUR mF

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