Auf dem Eurovelo 8 durch Italien und Frankreich

San Benedetto Po - Casalmaggiore

Etappe 12: 59 km - 95 Höhenmeter

Eurovelo 8 auf dem linken Po-Ufer
Eurovelo 8 auf dem linken Po-Ufer

Morgens gab es „Papp“-Sandwiches aus dem Coop, die wir uns gestern mitgebracht hatten. Wir sind immer noch auf der Suche nach dem „idealen“ Frühstück. Die Sandwiches sind sicher keine Lösung, sondern nur etwas für den Notfall.

Wir kontrollierten unsere Sachen auf Vollständigkeit, weil wir den Hausschlüssel auf dem Tisch liegen lassen mussten, und zogen dann die Tür hinter uns zu. Prima, nichts vergessen! Noch ein Kaffee auf der Piazza, dann setzten wir die Tour fort. Es war recht früh am Morgen, die Sonne schien noch nicht so stark, aber die Radler kamen bereits aus allen Richtungen, um die kühle Stunde zu nutzen. Der Straßenbelag war heute nicht mehr so toll, wie wir es gestern auf dem linken Po-Ufer erlebt hatten. Einige rissige Stellen galt es zu umfahren, an denen große Placken Teer fehlten. Die Landschaft blieb grün und abwechslungsreich. Unser Italienisch war mittlerweile so weit fortgeschritten, dass wir Miele nicht mehr für den Produktionsstandort eines deutschen Herstellers von Elektrogeräten hielten.

Abendessen auf dem Zimmer
Abendessen auf dem Zimmer

In einem reizvollen Flusstal führte die Route über eine abenteuerliche hölzerne Hängebrücke, die die Ufer des im Vergleich zum Po dynamisch wirkenden Oglio, immerhin 280 km lang, überspannte. Dort kamen wir ins Gespräch mit dem einen und anderen sehnigen Rennradler, natürlich immer auf Distanz achtend. Corona-Prävention!

In Casalmaggiore genossen wir an der Piazza die üblichen Cola- und Aqua frizzante-Erfrischungen - Zitrone und Eiswürfel inklusive. Gegen 14 Uhr fanden wir in einem Centro Commerciale endlich das Hotel, das wir gestern gebucht hatten. Und was starrte uns in der Glastür entgegen? Ein Schild mit der Information: Chiuso!

Wir schauten auf die Buchungsbestätigung und lasen: „Check-In: 17 Uhr.“ Na super! So kehrten wir ins Café an der Piazza zurück, tranken Kaffee und unterhielten uns mit einem jungen Italiener, der Deutsch studierte und sieben Monate in Berlin verbracht hatte. Das verkürzte die Zeit. Um 16 Uhr waren wir wieder vor dem Hotel, um 17:05 Uhr riefen wir die Kontaktnummer an. „Arrivo“, ließ sich eine weibliche Stimme vernehmen. 10 Minuten später, wir und andere Gäste wurden zugegeben etwas ungeduldig, traf die Signora im roten Mini-Flitzer ein. Die Wartezeit beim Arzt sei länger als erwartet gewesen!

Nach einem kurzen Disput checkten wir ein. Das Zimmer war in Ordnung, aber es gab weder Frühstück noch ein Restaurant, Coronas wegen, und über Nacht waren die Gäste allein im Hotel.

Wir entschlossen uns zu einem Dinner alla camere, inzwischen fast Usus geworden, und kauften im nahen Eurospin ein. Die Räder, die außen an einem Drahtzaun befestigt werden sollten, trugen wir vorsichtshalber ins geräumige Zimmer. Rucola, Garnelen, Oliven, Reissalat, Schinken und Trebbiano aus dem Pappkarton bildeten den Schwerpunkt unseres abendlichen Stelldicheins.

Übernachtung

  • Hotel Albergo della Industrie
    50,00 EUR oF

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