Auf dem Eurovelo 8 durch Italien und Frankreich

Bibione - Jesolo

Etappe 5: 72 km - 82 Höhenmeter

Auf dem Eurovelo 8 unterwegs
Auf dem Eurovelo 8 unterwegs

Kurz vor acht Uhr stand schon eine kleine Menschenmenge vor dem geschlossenen Frühstücksraum. Kurz nach 8 Uhr öffneten sich die Türen des Sesams und die in einer langen Reihe angeordneten Gäste bestellten bei zwei Leuten vom Servicepersonal die Bestandteile des gewünschten Frühstücks. Viel Süßkramg gab es, aber auch Eier und Müsli. Mit dem Tablett ging man an einen freien Tisch. Den Kaffee konnte man an Automaten eigenhändig zapfen, für alles andere waren die beiden Servicemitarbeiter in der zentralen Ausgabe zuständig.

Wir fuhren aus Bibione hinaus und brauchten ein wenig, um den richtigen Weg nach Jesolo zu finden. Oft sind es die Kreisverkehre, die uns in Verwirrung stürzten. Sicher war jedoch, dass es an solchen Rotatorias eine richtige Abbiegung geben musste. Eine ganze Weile ging es auf dem Eurovelo 8 auf rechteckig zueinander verlaufenden Wegen durch riesige Felder und Grünflächen, ab und an sahen wir Weinstöcke, aber der Mais war der deutliche Herrscher – „Corn is King“, auch in Europa. Zwischen Weg und Feld verlief in der Regel ein unregelmäßig breiter Wassergraben. Gegen Mittag rasteten wir an einem Spielplatz, dessen Bäume Schatten boten. Wir tranken sehr viel, und schwitzten es vermutlich nur wenige Minuten später wieder aus.

Wenige Minuten bevor ein Tankwart mit seiner Vespa in die Mittagspause rollte und schon im Abschließen begriffen war, war es uns gerade noch gelungen, das leckere Wassermeloneneis von Nestlé und zwei Flaschen Wasser zu kaufen. Der Energieschub hielt nicht lange vor, da wir nur kurze Zeit später einige Kilometer auf einer grausigen Schotterpiste zu kurbeln hatten. Nicht nur die Handgelenke schmerzten, sondern auch die Ohren, so laut war das knirschende Geräusch, das die Reifen verursachten.

Gegen 14 Uhr erreichten wir nach einer eintönigen Fahrt am schnurgeraden Canale Cavetta entlang das Hotel Udinese da Aldo. Weder im Erdgeschoss noch in Etage 1 oder 2 empfingen wir Internet über WLAN. Entweder war das Passwort ungültig oder wir sollten uns dem Router mehr nähern, was schlicht nicht möglich war.

Um 17 Uhr etwa traten wir ins Freie und zuckten erst einmal zusammen, so grell war es. Der helle Stein von Gehwegen, Gebäuden und Straße reflektierte die Sonnenstrahlen gnadenlos.

Wir kauften einige Vorräte ein und fanden zufällig die Bar Martin, in der wir Salat und Spaghetti zu uns nahmen. Nicht so gut wie gestern, aber es schmeckte. Die freundliche Bedienung war stolz, weil es ihr gelang, mit der Maschine die Kreditkarte zu belasten, ohne dass sie jemanden um Hilfe bitten musste. Der Chef war ohnehin schon nicht mehr im Haus.

Übernachtung

  • Hotel Udinese da Aldo
    71,20 EUR mF

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