Auf dem Eurovelo 8 durch Italien und Frankreich

Besançon - Montbéliard

Etappe 35: 95 km - 483 Höhenmeter

Das Frühstück gab es auf einem Tablett, und zwar so, wie wir es gestern vorbestellt hatten. Wir schoben anschließend die Räder in die Fußgängerzone, um einzukaufen. Das Casino-Lebensmittelgeschäft war geschlossen, so musste das Monoprix herhalten. Es war noch kühl, aber es regnete nicht. Die Sonne lugte mutiger als gestern hervor. Das hob die Laune gewaltig.

Der sehr schöne erste Teil der Etappe querte beschauliche Landschaften, führte am Doubs entlang und lud zu kontemplativen Momenten ein. Vor 140 Jahren stand in Roche-lez-Beaupré die größte Brennerei des Kantons, in der neben Dutzenden von Arbeitern auch vier Kinder 12 Stunden täglich arbeiteten.

In einer der wenigen Kaffeebuden warteten wir geduldig auf die Getränke, während wir die Sonne genossen und den Stromschnellen des Doubs zusahen. Hier musste Fliegenfischen Spaß machen. Durch das enge bewaldete Tal schlängelte sich der Fluss hindurch. Wir mit ihm an unserer Seite. Einige Kilometer hinter Baume-les-Dames mussten wir bei Roche-lès-Clerval unversehens die erste Steigung erradeln, die unsere ganze Kraft beanspruchte. Oben angelangt legten wir eine Mittagspause ein, da wir etwa die Hälfte der Strecke absolviert hatten. Kaum waren wir wieder aufgebrochen, begann es zu regnen und wir mussten die Capes anziehen. Nach etwa 10 Minuten war der Regen durchgezogen.

Der zweite Teil der Etappe war landschaftlich nicht mehr so ruhig und reizvoll. Kurz vor der Ankunft fragten uns zwei spazierende Herren nach dem Woher und Wohin. Schnell kam das Gespräch auf die Räder, und es gelang uns, die Herren davon zu überzeugen, dass die Rohloff Speedhub keineswegs einen verschleierter Elektroantrieb darstellte.

Nach dem Besuch des Office de Tourisme fanden wir auch schnell das Ibis Styles direkt am Bahnhof, in dem wir das als Willkommensgeschenk erhielten, was wir brauchten: eiskaltes Wasser und Gummibärchen!

Wir stockten im Carrefour Express unsere Vorräte auf und suchten anschließend nach einem Lokal. Altbekanntes ist mitunter die beste Option. Das indische Lokal von vor zwei Jahren gab es noch. Wir aßen gut und reichlich, das selbstgebackene Fladenbrot war äußerst lecker.

Übernachtung

  • Ibis Styles
    84,00 EUR mF

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