Auf dem Eurovelo 8 durch Italien und Frankreich

Radtour 2020 - Was bleibt?

In gut fünf Wochen haben wir mehr als 2.300 km zurückgelegt, sind an Po, Rhône, Doubs, der italienischen und französischen Riviera entlang geradelt, sind in Teilen der italienischen Alpen, des Apennin und des Luberon geklettert und waren Tag und Nacht zusammen. Da stellt sich schon die Frage, was bleibt davon haften? Wir sind zu diesem Fazit gekommen:

  • Mit der großartigen Ciclovia Alpe-Adria erlebten wir eine entspannende und schöne Abfahrt durch die Alpen bis Venzone.
  • Wir genossen fünf Wochen ohne Regen: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, heiße Tage.
  • In der Po-Ebene radelten wir durch viele sehenswerte Orte, von denen Cremona und Padua in besoderer Erinnerung bleiben.
  • Im Vergleich zu früheren Touren gab es nicht so viele Restaurantbesuche. Die Selbstversorgung hatte einen großen Anteil an der abendlichen Verpflegung. Und Pizzas kommen nun vorerst nicht mehr in Frage.
  • Sieben Tankstellen ohne Möglichkeit, Reifen aufzupumpen - vielleicht sollte der Samstag von der Tourenliste gestrichen werden, zumindest in Italien. Die Mittagspause ist in Italien sakrosankt, in Frankreich nahezu Norm.
  • Es gab wenig Kontakte zu anderen Radfahrern.
  • Wir empfanden, wenigstens bis Cluny, keinen Zeitdruck. Ein sehr hoch zu schätzendes Erlebnis für uns Neurentner, da wir bislang stets an zeitlich begrenzte Ferien gebunden waren.
  • Die Tour durch den Luberon war wundervoll - wenig Verkehr, viel Landschaft, viele Sinneseindrücke.
  • Stille Tage in Avignon - viel Ruhe und leckeres Essen.
  • Die Rückkehr war etwas chaotisch. Auch autonome Menschen müssen akzeptieren, dass es Bedingungen gibt, die nicht voraussehbar sind, vor allem, wenn sie im engsten Familienkreis geschehen.
  • Stornierungen und abrupte Planänderungen waren Programm.

    In summa: Es war wunderbar.

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