Auf dem Eurovelo 8 durch Italien und Frankreich

Venzone - Udine

Etappe 3: 48 km - 151 Höhenmeter

Piazza della Libertà
Bauarbeiten an der Piazza della Libertà

Als wir schon dachten, das Frühstück, im Preis inbegriffen, würde sich auf in Cellophan gehüllte Zwieback und Hörnchen beschränken, tischte man uns eine Wurstplatte, Brot und Croissants samt Espresso und Caffè Latte auf. Wir kamen in den richtigen Rhythmus, fuhren die 300 m nach Venzone zurück und starteten den Track ganz nahe am Tagliamento, einem der letzten Wildflüsse der Alpen. Heute ließ die Wegbeschaffenheit zu wünschen übrig. Wir befuhren meist geschotterte Feldwege, immer der Strategie folgend, die Hauptstraßen weiträumig zu umgehen. Das Gerüttel und Geschüttel stellte allerdings die Weisheit des Plans in Frage. Die Konturen der Berge verschwanden zwar zusehends im Hintergrund, aber es gab einige Steigungen, die uns gehörig ins Schwitzen brachten, zumal es heute sehr heiß war.

In Cassacco tranken wir für 3,80 Euro Cappuccino und Espresso mit einem Glas Wasser und setzten die Fahrt ins 12 km entfernte Udine fort. Bei Decathlon ließ man uns, natürlich maskiert, die Räder zum Service schieben, wo es ein wenig Luft für unsere Reifen gab, und dann waren wir schon mitten in der Stadt. Diritto lautete die Antwort auf die Frage nach der Kathedrale, die fast unscheinbar wirkte und die uns als Startpunkt für die Suche nach dem Hotel Principe diente.

Corona-Masken wurden hier deutlich mehr getragen als vorher. Wir erledigten die Formalitäten, duschten und machten uns zu Fuß auf den Weg ins Stadtzentrum. Es war inzwischen sehr heiß geworden. Auf dem Fußweg sahen wir einige schöne Villen und offizielle Gebäude, die Plätze waren nach unserer Ansicht nicht grün genug, und auf der imposanten Piazza della Libertà fanden leider Bauarbeiten statt. So richtig riss uns in Udine, der Partnerstadt Viennes und Villachs nichts vom Hocker, um es salopp auszudrücken. In einer schattigen Bar tranken wir ein Glas Wein und spazierten zum Dom. Anschließend kehrten wir ins Hotel zurück, ruhten ein wenig aus und schauten nach Essensmöglichkeiten. Vielversprechendes fanden wir kaum, etliche Lokalitäten waren aufgrund Coronas geschlossen. Wir entschlossen uns, die Osteria da Lucia zu besuchen. Das war allerdings gar nichts. Angeboten wurde von einem muffeligen Senior gratiniertes Gemüse, mehr nicht. So kauften wir in einem Supermercato Schinken, Käse, Tomaten, Radieschen und Wein für ein lauschiges Abendessen auf dem Zimmer, das uns sättigte und schmeckte.

Übernachtung

  • Hotel Principe
    67,50 EUR mF

Zurück