Auf dem Eurovelo 8 durch Italien und Frankreich

Alassio - Ventimiglia

Etappe 21: 64 km - 491 Höhenmeter

Ursprünglich hatten wir für Italien mehr Übernachtungen kalkuliert. Aber die Party-Atmosphäre an der ligurischen Riviera ging uns aufs Gemüt. Es war uns zu laut, die Strecken zu eintönig. So malerisch und zum Verharren schön auch einige Aussichten, Felsformationen und Steinstrände waren – wir mochten keine Strände mehr sehen.

Das Frühstück wurde Corona-gerecht per Kommunikation mit einer Service-Mitarbeiterin zusammengestellt. An diesem strahlend schönen Sonntag mit gleißendem Licht ging die Etappe bis Ventimiglia. Bis Imperia waren anstrengende Kletterpartien in der felsigen Landschaft die Regel, und nach kurzer Zeit fühlten wir uns wie heiß geduscht. Nachdem wir Imperia durchfahren hatten, einen Ort mit vielen alten Villen, mitunter eben auch imperial wirkend, wurden die Hügel flacher, die Strände steiniger, die Anzahl der Sonnenanbeter sank.

In San Remo, wo wir vor mehr als 40 Jahren auf Einladung einer örtlichen Feuerwehrmannschaft gemeinsam Spaghetti gegessen hatten, kosteten wir das bisher schlechteste Eis, wie meist in der Kombination Zitrone - Erdbeer. Geschmack und Konsistenz ließen derart zu wünschen übrig, dass wir liebend gerne einen Schnaps getrunken hätten.

Das Hotel Calypso war wieder so ein cosi, cosi-Hotel, das fußläufig am Meer lag. So verlockend sah es dort aber nicht aus, dass wir ins Nasse hineingehüpft wären.

Wir schauten uns einige Lokale an und stellten fest, dass viele Menschen die Maske locker ums Kinn gebunden hatten. Das war in Norditalien völlig anders gewesen. Es hatte den Anschein, als würde man hier die Corona-Auswirkungen für Märchen aus einer fernen kalten Welt halten. Nach einem Lokalwechsel gab es zu einem kalten Chardonnay Hamburger und Lachs. Mit der untergehenden Sonne kehrten wir ins Hotel zurück.

Übernachtung

  • Hotel Calypso
    116,00 EUR oF

Zurück