3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Le Crotoy - Boulogne-sur-Mer

Etappe 40: 67 km

Das Brot war als Knetgummi geeignet, der Kaffee eine Zumutung. Mit dem Frühstück jedenfalls konnte das Hotel nicht punkten. Wir zogen unsere Windjacken über und stellten uns dem frischen Klima in der Picardie auf dem Weg zur Opalküste.

Nach wenigen Kilometern war von Küste kaum noch etwas zu ahnen. Wir radelten auf ansprechenden Wegen und Straßen, oft dem Eurovelo 4 folgend. Nur einmal wurde es etwas rumpelig, als es einige Meter an einem Kartoffelacker vorbeiging. Wieder auf der ordentlichen Straße angekommen, ging bei bedecktem Himmel und herbstlichen Temperaturen leicht auf und ab durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Es gab Kühe in vielen Farben: Weiß, dunkelbraun, hellbraun, schwarz und zweifarbig hellbraun/schwarz und weiß.

Etwa 30 km vor Boulogne wurde das Gelände deutlich hügeliger mit stärkeren Anstiegen, die in kurzen Abständen folgten.Schließlich gelangten wir auf einen Radweg, der direkt neben der Straße, aber durch einen Grünstreifen von ihr getrennt, nach Boulogne führte. Und zwar vornehmlich geradeaus. Geradewegs geradeaus! Das war doch recht langweilig, zumal die Landschaft sich nicht wesentlich änderte, bis auf eine kurze Passage mit Kiefern und südlicher Sonne. Zwischendurch wässerten wir die quietschenden Riemen.

Endlich kamen waren in Boulogne angekommen. Dachten wir. War aber nicht so. Warum? Weil innerorts so viele Hügel verteilt waren, dass wir fast außer Puste kamen. Das war noch mal ein gehöriges Stück Treten, bis wir vor dem Ibis standen.

Also einchecken. Denkste, denn das Buchungssystem war ausgefallen. Wir konnten Madame la Concièrge endlich mit einer auf dem Ipad gespeicherten Bestätigungsmail überzeugen, welche Zimmerart wir gebucht hatten, so dass wir zwar nicht einchecken, aber ein entsprechendes Zimmer beziehen konnten.

Später erledigten wir Einkäufe und tranken auf der sonnigen Place Dalton ein Glas Wein. Darauf folgte noch ein Erdbeer-Tartelette aus einer Bäckerei, bevor wir ins Hotel zurückkehrten, denn die Lokale boten Mahlzeiten erst ab 19 Uhr an. Es gab einige schöne Gebäude, doch insgesamt machte die Innenstadt einen vernachlässigten Eindruck, schlicht und einfach schmutzig, und die Zahl der nicht entsorgten Hundehaufen auf den Gehwegen war überraschend hoch.

Am Abend aßen wir im Au Bureau einen leckeren dunklen Burger von kühlem Bud begleitet. Auf unserem Zimmer gab es noch einen Wein à la chambre.

Übernachtung

  • Ibis Budget Centre les Ports
    ansprechend

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