3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Carcassone - Castelnaudary

Etappe 19: 38 km

Schatten pflastern unseren Weg

Frühstück in Carcassone: Die Riesencroissants sprengten fast den Teller, der Kaffee war garstig.

Durch die wenig anziehenden Randviertel Carcassones radelten wir Richtung Toulouse. Schier endlos sich ausbreitende Weinfelder, und heute ließen sich auch Sonnenblumenfelder blicken. Mitunter auf sehr einsamen Wegen waren wir heute unterwegs. Wir empfanden die Etappe als pures Vergnügen. Vor allem war der Wind recht zahm. Bis zum Mittag begegnete uns kein Radfahrer. Kurz vor 12 Uhr wurde es lebhafter auf den Straßen - alles strebte zum Mittagsmahl. Wir aßen im Schatten einer Kirche und radelten anschließend ins Hotel De France, wo uns eröffnet wurde, dass das Restaurant abends geschlossen sei. Bedauerlicherweise war davon bei der Reservierung nichts zu lesen gewesen.

Und warum blieb das Lokal geschlossen? Nun - das Fest der Bohnen stand an, die Fête du haricot. Das war auch der Grund dafür, dass in den wenigen Lokalen am Canal du Midi keine Reservierungen vorgenommen werden konnten, weil man mit einem steten Kommen und Gehen von Gästen rechnete.

Wir bevorzugten die Selbstversorgung, kauften Wein, Pastete und Käse sowie einen Crushed-Ice-Beutel im Spar, liehen uns Teller, Besteck und Gläser und verbrachten einen ruhigen Freitagabend auf dem Zimmer. Ruhig? Nicht ernsthaft, die Wände und Türen waren eher Dekorationsobjekte als zweckerfüllende Vorrichtungen. So wenig Schallschutz für so viel Übernachtungsgeld grenzte an Unverfrorenheit.

Übernachtung

  • Hotel De France
    trostlos

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