3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Toulouse - Castelsarrasin

Etappe 21: 59 km

Zeitiges Aufstehen und Frühstück. Der Biomarkt gegenüber hatte noch geschlossen, so dass wir unser Mittagessen im Carrefour Express kauften. Und dann ging es ratzfatz aus Toulouse hinaus, und zwar problemlos.

Überraschung - wir fanden uns nach kurzer Zeit an einem weiteren Kanal wieder, dem Garonne-Seitenkanal (Canal latéral à la Garonne), dessen oft sehr guten Radwege von zahlreichen Radlern in beiden Richtungen verwendet wurden. Der altbekannte Canal du Midi und der Garonne-Seitenkanal bilden zusammen den Radfernweg Canal des Deux Mers, der 750 km lang ist und den wir auch noch zu Ende fahren werden.

Am Seitenkanal mit den fast immergleichen Brücken radelten wir heute bis zum Etappenende in Castelsarrasin entlang. Nur wenige Abschnitte rüttelten uns durch, bedingt durch die Wurzeln von Platanen oder Eichen. Mit einigen Radlern ergaben sich kurze Gespräche. Bemerkenswert auf dieser wenig anstrengenden, landschaftlich reizvollen Etappe war das Wasserkeilhebewerk in Montech - mittlerweile außer Betrieb, aber aus touristischen Gründen zumindest als Ansschauungsobjekt reaktiviert.

Im kleinen Hafen Castelsarrasins tranken wir einen Kaffee aus fingerhutgroßen Bechern, während der Fruchteisbecher riesige Ausmaße hatte. Das Hotel Absolu machten wir recht rasch ausfindig. Wir erhielten wieder einmal ein Superior Doppelzimmer, das zumindest geräumig ist. Einen DVD-Spieker gab es ebenfalls, den wir nicht verwendet haben. Ab und an haben wir die Wetterberichte morgens in den Frühstücksräumen wahrgenommen, ansonsten blieben wir TV-Abstinenzler.

Das Wifi-Passwort stand glücklicherweise als QR-Code zur Verfügung. Diese ewig lange und fälschungssichere alphanumerische Kombination hätte bestimmt fünf Minuten in Anspruch genommen, um sie in unsere mobile Ausstattung zu übernehmen. Nach dem Einrichten spazierten wir zum einzigen Supermarkt und kauften Vorräte. Zum Essengehen fand sich nichts, die kleine Pizzeria hatte offenbar nur mittags geöffnet und stand übrigens zum Verkauf. Bei der Dame des Hauses erfuhren wir, dass es ansonsten nur den Bus gebe, wo wir vorhin bereits Erfrischendes genossen hatten.

Also bummelten wir zum Hafen und erfuhren bei einem kühlen Bier, dass es erst ab 19 Uhr etwas Warmes geben würde. Wir verbrachten eine Stunde auf dem kleinen, mit etwa sieben Tischen ausgestatteten Platz vor dem Bus, bestellten dann noch ein Pichet und erfuhren, dass die „neue“ Öffnungszeit für Warmes 19.30 Uhr sein würde. Daraufhin beschlossen wir, das Abendessen in unser Zimmer zu verlegen. Fischkonserven, Brot, Obst und Wein waren vorhanden - und wir wurden satt, was ein schönes Gefühl sein kann.

Übernachtung

  • Hotel Absolu
    ok

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