3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Belley - Crémieu

Etappe 10: 62 km

Das Frühstücksbüfett war mager, aber der Kaffee schmeckte prima.

Gestern mussten wir übrigens erstmals unser Covid-Impfzertifikat vorweisen, das wird in der App TousAntiCovid gespeichert hatten und das in der Gastronomie fast stets zu präsentieren war. Na, heute hat niemand danach gefragt.

Nach dem Frühstück kauften wir Wasser bei Aldi und radelten wieder auf die zumindest hier vorzüglich asphaltierte ViaRhôna. Die Sonne schien am blauen Himmel, und der Radweg war links und rechts von Bergen eingerahmt. Dies blieb auch bis zum Ende so. Sie wurden nur niedriger, und das Flusstal wurde breiter.

Mittags machten wir an einem See, der durch eine Staustufe entstanden war, eine Kuchen-Kaffee-Pause und radelten anschließend weiter, mal rechts, mal links der Rhône. Um zu unserem Übernachtungsort Crémieu zu gelangen, mussten wir den Flussweg verlassen und unsere Tour auf Fahrradwegen, die leider nicht asphaltiert waren, fortsetzen. Die Landschaft war abwechslungsreich und schön, und auch wenn die Berge immer niedriger wurden, gab es zwischendurch doch den ein oder anderen Anstieg. Nach einem diese Anstiege landeten wir in einem riesigen Steinbruch, in dem Baukalk und Zement produziert wurden. Die entsprechenden Maschinen und Laufbänder erzeugten einen höllischen Lärm und Steinstaub, die Szenerie wirkte etwas gruselig.

Es ging weiter durch Wald, Wiese und kleine Orte mit zum Teil sehr starken Anstiegen. Einmal blieb uns nur das Absteigen und Schieben übrig. Angekommen in Crémieu fanden wir das gebuchte Hotel, welches aber erst um 17.00 Uhr öffnete. Also schoben wir die Räder durch ein Tor in der massiven Stadtmauer ins kleine Zentrum, tranken etwas und machten dann einen Rundgang durch die sehr schöne Altstadt mit einer großen Markthalle aus dem 15. Jahrhundert und einigen gut erhaltenen Gebäuden aus alter Zeit. Den Rest der Wartezeit verbrachten wir im beschaulichen Innenhof des Augustinerklosters, aus dem wir uns schließlich aufrafften, um pünktlich im Hotel einzuchecken und nach der üblichen Prozedur ein Restaurant zu suchen.

Im Lokal, wo wir nachmittags etwas getrunken hatten, war abends kein Essen möglich. Ein Gast, sehr gut deutsch sprechend, empfahl uns ein Restaurant nahe der Markthallen, in dem wir einen Tisch reservierten. Sowohl die Köchin als auch der Kellner sprachen ebenfalls Deutsch. Die kurze Wartezeit verbrachten wir in einer Bar, die wir aber fluchtartig verließen: keine Distanz, keine Masken.

Zurück im Restaurant La Pizza wurde zunächst das Impfzertifikat überprüft. Wir starteten mit einem Pastis, dann folgten Ziegenkäsesalat bzw. Wurstteller, Tagliatelle al salmone und Käse bzw. Eis. Dazu tranken wir einen Pichet mit Provence-Rosé. War alles prima, und uns blieb nur noch der kurze Weg ins Hotel. Dem freundlichen Ratgeber galt unser Dank, denn ihm begegneten wir noch auf dem Weg zurück.

Übernachtung

  • Hotel le Baron
    ok

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