3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Crémieu - Givors

Etappe 11: 64 km

Bei Pierre-Bénite

Ein süßes Frühstück mit einer Tasse Kaffee entsprach nicht ganz unseren Erwartungen.

Wir starteten und fuhren nach dem Hinweis einer vierköpfigen gemischten Radlergruppe zunächst Richtung Loyette, wo wir den nächsten Track aktivieren konnten. Ursprünglich hatten wir dort übernachten wollen, aber keine Unterkunft gefunden.

Es herrschte viel Verkehr auf der Straße, aber der Belag war prima, und wir kamen gut voran. In Jons stießen wir wieder auf die Rhône. Wir folgten einem kühlen und breiten Waldweg und kamen kurz vor Lyon ins Gespräch mit einer Schweizerin, die seit 40 Jahren hier lebt, weil die Zufahrtswege zum Grand Parc Miribel-Jonage, einem riesigen Naherholungsgebiet, leider mit Gittertoren verschlossen waren und wir einen neuen Weg suchen mussten.

Wir überquerten schließlich auf einem fürs Velo ausgewiesenen Weg, der gar nicht so einfach zu finden war, die stark befahrene Autobahn und fuhren Kilometer um Kilometer auf einem sehr guten Radweg die Bahnlinie in Lyon entlang. „Geradeaus“, hieß die Devise. präzise führte uns der Weg Richtung Südwesten, das Zentrum Lyons noch nicht mal tangierend, aus der Stadt heraus. In einem Park ließen wir uns Obst schmecken, anschließend passierten wir die Autobahn, wiederum auf prima ausgeschilderten Radwegen in Richtung Givors - zeitweise mit sehr schönen Blicken auf Stadt und Land.

In Givors war der Weg zum Kyriad einfacher, als es auf Google Maps ausgesehen hatte. Die Mittagshitze war das größte Hindernis - deutlich über 30 Grad.

Die Räder wurden in ein kleines Nebengebäude gestellt, und nach dem Einquartieren drehten wir zu Fuß eine Runde durch den Ort. Da war so gut wie nichts. Ein wie so oft in Frankreich imposantes Rathaus, ein Denkmalstein für 100 Jahre Tour de France, ein Plakat an der Hängebrücke zum Gedenken an den Niederländer Stan Ockers, der 1956 die Etappe nach Givors gewonnen hatte, das eine oder andere schöne Gebäude, aber sonst - geschlossene Läden, kaum Leute zu sehen.

In einer Brasserie nahe dem Hotel tranken wir ein kaltes Bier und kehrten um 19 Uhr dorthin zurück, um zu essen: Tomatensalat und eine libanesische Vorspeisenplatte, Entrecôte und Hamburger mit Salat, dazu ein Rosé. Schmeckte, aber unser Fleischappetit litt unter der puren Menge, die aufgetischt wurde.

Übernachtung

  • Hotel Kyriad
    gut

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