3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Zelzate - Herentals

Etappe 44: 76 km

Gesättigt durch ein gutes Frühstück, schoben wir die Räder in einen kühlen und nebligen Morgen hinaus. Vor dem Hotel bemerkten wir erst jetzt ein Panzer-Monument aus dem Zweiten Weltkrieg.

Nach dem Einkauf im Carrefour ging es auf recht einsamen Radwegen durchs grüne Flandern. Auch heute wieder begeisterte uns die flämische Radinfrastruktur: ausgeschilderte und mit Kennzeichen versehene Wege, meist farblich markiert, wie man sie selten bei uns daheim findet. Hervorzuheben ist die Vorsicht der Autofahrer, die fast schon halten, ehe man den Fuß auf die Straße setzt.

In Antwerpen erlebten wir auch zwei Situationen, in denen die Lieferfahrzeuge mal schnell vor den Radlern über die hellrote Ampel huschten, aber insgesamt ist die Rücksicht unvergleichlich viel größer als bei uns in Deutschland. Für uns war es mitunter gar nicht so einfach, sich bei der Vielzahl der Radwege und Abbiegemöglichkeiten an Kreuzungen das Richtige herauszusuchen, gerade wenn viel Radverkehr herrschte. Dazu braucht es denn auch Routine und Vorsicht.

Nach der Mittagspause überquerten wir die Schelde mit einem Wasserbus, der alle 30 Minuten Fußgänger und Radler unentgeltlich von einem zum anderen Ufer bringt. Auch zu anderen Orten fuhren solche Wasserbusse. In Bonn wird seit gefühlten Jahrzehnten über ein solches Projekt nachgedacht. Getan wird nichts, auch wenn die Nordbrücke demnächst renoviert werden soll.

Nun begann die Fahrt um Antwerpen herum. Dank des gespeicherten Tracks und dem rücksichtsvollen Verhalten ging dies fast reibungslos. ein Hindernis war allerdings eine Straßenbaustelle, bei der an Durchfahrt nicht zu denken war. Also haben wir ein Stück geschoben, und dann ging es weiter auf der Landstraße- alles immer sehr fahrradfreundlich.

Um zu unserem Best Western-Hotel zu kommen, mussten wir vom Track runter und auf die andere Seite des Albert-Kanals. Genau an dieser Stelle gab es eine Baustelle. Die umgeleitete Zufahrt zur Brücke fanden wir nach Rückfrage bei einheimischen Radfahrern, die uns auch den weiteren Weg beschrieben. Nach etwa 6 km kamen wir im Best Western an. Einchecken und Fahrrad unterbringen war kein Problem, Zimmer mit Balkon und schöne Aussicht auf den parkartigen Garten.

Wir entschlossen uns, im BW zu essen, denn bis zu den Lokalen wäre es doch noch ein Stück zu fahren gewesen. Dazu waren wir zu faul. Das Hotel hatte seine Speisekarte deutlich reduziert. Penne Arrabiata und Spaghetti Bolognaise waren zu bekommen und schmeckten gut. Wir saßen auf der Terrasse und tranken auch noch ein letztes belgisches Leffe-Bier.

Übernachtung

  • Best Western Plus Aldhem
    sehr gut

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