3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Bordeaux - Hourtin

Etappe 25: 80 km

Gute Nachricht Nr. 1: Wir waren unter den Top Five beim Frühstück, hatten also freie Sitzwahl und Zeit und Muße. Die Frühstückseier waren perfekt.
Gute Nachricht 2: Aus der Garage kamen wir mit den Rädern in Nullkommanix ins Erdgeschoss. Bei der Ankunft verbrachten wir 10 Minuten im Tiefgeschoss, bevor ein Fahrstuhl verfügbar war.
Gute Nachricht 3: Den Weg aus Bordeaux hinaus fanden wir sogleich. Das war in Anbetracht des Straßengewirrs erleichternd.

Schlechte Nachricht: Das Gepäckträgerband an Utes Rad hatte sich gelöst und in die Speichen und den Riemen mit hoher Spannung verwickelt. Nichts ging mehr - wir wurstelten eine Weile herum und konnten den Haken schließlich mittels einer Zange am Taschenmesser aus den Speichen lösen und die elastischen Bänder des Gepäckträgergummis zerschneiden. Wir bekamen den Gates-Riemen aber nur halb wieder auf die Nabe. Ute konnte damit fahren, wir wussten aber nicht, welche Folgen zu gewärtigen waren.

Wir setzten die Fahrt auf einer ausgezeichneten Radstrecke nach Lacanau fort, die ebenfalls auf einer ehemaligen Bahnlinie konstruiert worden war. Die Strecke wurde allmählich schmaler, alles war jedoch nach wie vor in gutem Zustand, die Kiefernwälder wurden nur selten durch Eichenwälder unterbrochen, und die Annahme, dass die längste gerade Strecke der Highway zwischen Kansas City und Denver sei, wurde revidiert - so lange geradeaus sind wir selten gefahren, übrigens ganz nah an Le Porge vorüber, wo wir in früheren Zeiten zweimal einen Urlaub am Atlantik verbracht und ein Gite gemietet hatten.

Als der Gegenwind uns mal wieder zu seinem liebsten Spielzeug erkoren hatte, rief Franz H. von Velo-City Bonn an und erklärte, wie der Riemen vollständig über die Nabe zu ziehen sei. Die Ausführung überließen wir als radtechnische Amateure allerdings lieber dem Meister in der Radgarage in Hourtin, die wir mit Google gefunden hatten, der das Problem lösen konnte und sehr stolz auf sein Werk war. Das war noch einmal gut gegangen.

In einer portugiesische Kaffeebude erfrischten wir uns und warteten auf. den Checkin ins Odalys, das um 17 Uhr begann und fast wie am Flughafen ablief. Die Schlange vor der Rezeption hier war nur unwesentlich kürzer. Das Bett in unserem Schlaf-Wohnzimmer mussten wir zusammenbauen, die Räder quartierten wir auf dem Balkon ein.

Bei unserem Lieblingsportugiesen am Hafen aßen wir köstliche Sardinen zum portugiesischen Weißwein und spazierten noch eine kurze Weile zum See. Wir mussten bedauernd feststellen: Baby, it‘s cold outside.

Übernachtung

  • Résidence Club Odalys du Port
    mäßig

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