3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Dieppe - Le Crotoy

Etappe 39: 73 km

Kurz vor neun Uhr fuhren wir bereits am Carrefour City vorbei, das noch nicht geöffnet hatte. Wir waren früh unterwegs, und es war frisch: gerade mal 16 Grad zeigte die digitale Anzeige an einer Apotheke, als wir aus Dieppe einen langen Aufstieg aufs Plateau hinauf begannen.

Die ersten Dörfer, die wir passierten, waren noch nicht aufgewacht, kaum jemand war unterwegs. Immer mal wieder näherten wir uns der Steilküste. In Puy, einer terrassenförmig angelegten Siedlung, mussten wir einige steile Anstiege auf ganz schlechten Straßen überwinden. Die Siedlungen wirkten teilweise arg heruntergekommen, während die Ausblicke aufs Meer teilweise meist waren.

In Le Tréport am Ärmelkanal, wo es die höchste Kreidefelswand Europas zu bewundern gibt, ging es steil bis auf Meereshöhe durch enge Straßenschluchten hinunter. Unten wuselte es nur so von Touristen. Anschließend führte die Fahrt natürlich wieder nach oben, d.h. auf rund 70 Meter. Wir passierten einen Ort mit dem schönen Namen Eu, der sogar eine Namensänderung erwogen hatte, um im Internet besser gefunden zu werden, und erreichten am frühen Nachmittag das im strahlenden Sonnenschein liegende Le Crotoy, wo sich eine Vielzahl von Lokalen und Unterkünften befand. Der Badeort lebt nicht zuletzt vom Tourismus. Unsere Unterkunft hieß La Baye de la Somme, ganz in der Nähe einer Statue von Jeanne d‘Arc am kleinen Hafen, die hier vor ihrer Verbrennung gefangen gehalten sein soll.

Nach einem Glas Weißwein in einem der vollbesetzten Bistros machten wir einen Rundgang durch den Ort, kauften im Casino ein, aßen ein leckeres Erdbeer-Softeis und ruhten uns ein wenig aus. Um halb sieben nahmen wir in einem dem Hotel gegenüberliegenden Lokal Platz und aßen Ziegenkäse im Blätterteigmantel und Muscheln in Curry.

Am Platz Jeanne d‘Arc ließen wir den Tag ausklingen, während über uns Horden von Spatzen einen Höllenlärm verursachten.

Übernachtung

  • Hotel de la Baie de Somme
    gut

Zurück