3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Tournon-sur-Rhône - Montélimar

Etappe 13: 89 km

In Valence

Frühes Erwachen, Frühstück wie gestern und zeitige Abfahrt. Noch war es kühl, aber im Laufe des Tages sollten die Temperaturen 40 Grad überschreiten.

In La Roche-de-Glun verließen wir den Track, hatten aber einige Schwierigkeiten - wie die beiden Franzosen vor uns - den Weg nach Valence zu finden. Das hielt auf. Als wir endlich den richtigen Weg erreicht hatten, ging es flott voran, ein guter Belag sorgte dafür. In Valence fanden wie diesmal prompt den richtigen Weg ins Zentrum - die Beschilderung war durchgehend vorhanden und wir kannten den Weg bereits. Gerade in diesem Ort ist das ein Vorteil.

Wir fuhren anschließend durch grüne Lande, immer die Berge auf beiden Seiten im Blick. Der Weg war passabel, und ab Mittag sahen wir kaum noch Radler, was sicher auch mit den hohen Temperaturen zu tun hatte. Wir brauchten dringend eine Erfrischung, die wir in Form von eiskaltem Perrier mit Zitrone - Perrier Tranche, wie wir lernten - genossen. In dem kleinen Lokal befreiten wir wieder einmal interessierte Radgucker von der Vorstellung, wir seien elektrisch unterwegs. Für viele französische Radler sind die E-Biker nicht satisfaktionsfähig und im Veloclic schwingt eine abwertende Konnotation mit. Sie hören aber neugierig zu, wenn man ihnen die Vorteile der Pinion-Schaltung erklärt und hinzufügt, man radele mit der force musculaire.

Weiter ging es durch die Hitze bis La Voulte-sur-Rhône. Dort verbrachten wir die Mittagspause und konnten den großartig aussehenden Himbeertörtchen, die in der nahen Bäckerei angeboten wurden, nicht widerstehen. Wir wollten es auch gar nicht! Hier unterhielten wir uns eine Weile mit drei jungen Männern aus dem Sauerland, die mit Zelt und Rad unterwegs waren. Für Gesprächsstoff war gesorgt, auch sie waren den Donauradweg gefahren.

Nach der Pause ging es weiter Richtung Montélimar. Hin und wieder konnten wir einen kurzen Blick auf N7 und Autobahn werfen - auf beiden Verkehrswegen war Schneckentempo angesagt. Bei den Temperaturen absolut kein Vergnügen. Der Weg führte meist über kleinere Straßen, und an einigen Stellen ging es hoch, vorbei an Lavendelfeldern. Das Mineralwasser, das wir zu uns nahmen, war wenig später schon ausgeschwitzt.

Auf dem Weg zum Hotel kauften wir im Carrefour noch einmal eine große Wasserportion ein, und mit rund 8 l im Gepäck erreichten wir das Ziel. Wir waren hungrig, wir hatten Appetit, wir wollten essen. Und da der Weg ins Zentrum zu weit war - heute war nun wirklich genug geradelt worden -, kauften wir in einem 200 m entfernten Supermarkt ein. Auf dem Zimmer aßen wir Linsensalat, Taboulê und Ziegenkäse, tranken dazu einen mit eiskaltem Wasser gemischten Rhône-Wein - die Gläser hatten wir an der Rezeption bekommen - und ließen Geist und Körper ruhen.

Übernachtung

  • Hotel B&B Montélimar Sud
    ok

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