3.200 km auf dem Rad durch Westeuropa

Nîmes - Montpellier

Etappe 16: 65 km

Unfall in Langlade

Das Frühstück im Hotel war gut, nur diese vorsintflutliche Methode in vielen Hotels, Eier zu kochen, will uns noch nicht gelingen. Wir üben weiter.

Es wurde eine schwierige Etappe. Schon die Ausfahrt aus Nîmes war nicht unproblematisch. Nach drei schweißtreibenden Anstiegen merkten wir, dass sich der gespeicherte Track parallel zur Autobahn verhielt, was ein permanentes und ödes Auf und Ab bedeuten würde. Der Weg, auf dem wir fahren sollten, war jedoch gesperrt: Route barrée. Das schreckte uns normalerweise nicht sehr, ab diesmal war es anders. Der Weg bestand aus tiefen Schlamm- und Schlaglöchern. Da ging nichts mehr.

So suchten wir einen Weg nach Caveirac, um von dort aus den Track von 2018 weiterzufahren. Der Plan war nicht einfach umzusetzen, denn wir befanden uns mitten in der Vaunage. Es ging im wörtlichen Sinne über Stock und Steine, große und kleine mit sehr unebenem Untergrund, offenbar eine Off-Road-Rennstrecke für Motorräder. Die Landschaft war sehr schön - tout provençal. Als uns aus dem Nichts ein Auto entgegenkam, mussten wir ausweichen, und Ute erlitt einen schmerzhaften Unfall: eine verstauchte Zehe und Schürfwunden an Knie und Schulter, die mit Arnica C30 gut zu versorgen waren. Nach rund 6 km über Schlaglöcher kamen wir in Caveirac an, wo wir zunächst den Wasservorrat aufstockten und etwas verschnauften.

Den Track von 2018 fanden wir schließlich und fuhren auf der Voie Verte fast bis nach Montpellier, wo wir eine Abzweigung verpassten. Der Fehler war schnell behoben, aber um das Ibis zu finden, sind wir bestimmt - genau wie bei letzten Mal - eine halbe Stunde um den Pudding gelaufen.Erratisches Räderschieben in Montpellier - nichts Neues für uns.

Die Räder wurden in der Tiefgarage geparkt, wo einer Pappnase aus Luxemburg nichts Besseres eingefallen war, als einige Radparkplätze zu blockieren.

Das Zimmer war so spartanisch wie beim letzten Mal, was sich aber nicht auf den Preis auswirkte, der zu hoch war. Toilette und Badezimmer wurden durch einen Vorhang vom übrigen Zimmer abgetrennt.

Auf der riesigen, großartigen Place de la Comédie scherten sich die Menschenscharen wenig um Distanz. Wir steuerten nach einer angemessenen Zeit des Flanierens zielbewusst unser Lieblingslokal The Beehive an, fanden es schnell im Gewirr der Gassen und aßen und tranken prima. Vorher mussten allerdings die Impfzertifikate in der App gezeigt werden. Anschließend spazierten wir durch das abendliche Gewusel ins Hotel zurück.

Das Ankommen mit dem Rad bleibt in Montpellier für uns schwierig.

Übernachtung

  • Ibis Centre Polygone
    ok

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